Feeds:
Artikel
Kommentare

Hier ist er nun, der letzte große Ausflug, den wir auf der Insel gemacht haben. Es war am Sonntag und es ging in den Norden der Insel.

Sonntagsausflüge haben auf einigen Strecken durchaus Vorteile: Es ist nicht so viel los. So verlief auch die Autobahnfahrt nach Las Palmas wesentlich entspannter. Um zu den Städten im Norden zu gelangen, fährt man dann auf die GC2. Ein kurzes Stückchen hinter dem Tunnel fuhren wir dann noch einmal ab (was hier auch sehr günstig war). Hier steht das noch relativ neue Konzerthaus der Stadt, benannt nach einem berühmten Sohn der Insel, dem Tenor Alfredo Kraus (Youtube-Link). Dahinter endet auch die lange Promenade hinter dem Las Canteras Strand. Parken kann man hier hervorragend und so stiegen wir aus und betraten eine andere Welt: Las Canteras an einem Sonntag.

In der Woche ist der Strand eher unbelebt, bzw. mehr den Touristen vorbehalten. Am Sonntag war das ganz anders. Die Canarios leben sehr viel draußen. Zum einen lädt das Wetter dazu ein, zum anderen leben auch so einige in Häusern, die wir nicht als unbedingt schön empfinden würden. Und so ströhmen sie in ihrer Freizeit an die Strände im Süden der Insel, in die Zonas de Recreativo außerhalb der Orte oder eben wie hier an den Strand von Las Canteras. Ähnliches läßt sich übrigens auch auf den anderen Inseln feststellen.

Die Stimmung ist locker und entspannt, es wird flaniert, gefischt, gesurft, gejoggt oder einfach nur am Strand gesessen. Wunderbar, auch wenn wir doch ab und an mal angeschaut werden und scheinbar auffallen. Ich hätte da eigentlich noch länger bleiben können, aber es zog uns weiter.

Mit dem Ende (des Teilstücks) der GC2 kommt die Abfahrt nach Arucas. Eine wunderschöne Stadt mit der Schummelkathedrale (eine imposante Kirche, die teilweise als Kathedrale bezeichnet wird, aber eigentlich keine ist), einer kleinen Fußgängerzone mit schön restaurierten Häusern und einem schönen kleinen Park.

Grün ist es im Norden und die Route, die wir uns ausgesucht hatten, war stellenweise wunderschön. Unser nächstes Ziel war Firgas, wo das gute Mineralwasser herkommt, das wir schon immer gerne auf den Kanaren getrunken haben.

Die Stadt hat ebenfalls ein hübsches kleines Zentrum, besonders hier die beiden Treppenaufgänge. Der eine mit den Inseln des Archipels, der andere mit einem Wasserfall und an einer Seite bunten Bänken, für jede Gemeinde auf Gran Canaria eine.

Wir machten einen Abstecher nach Valleseco. Der Name ist etwas irreführend. Er bedeutet eigentlich, daß hier kein oberirdisches Wasser fließt. Denn trocken, also seco, ist in diesem Tal definitiv nichts.

Unsere letzte Station im Norden war dann das Städtchen Teror. Es liegt wunderbar in grünen Hügeln und hat eine wunderschöne Altstadt. Hier kann man sehr viele der typischen kanarischen Holzbalkone bewundern. Wir kamen zu den letzten Minuten des beliebten Sonntagsmarktes noch gerade richtig.

Von hier ging es dann nach Osten zur Autobahn – noch lange auf einer sehr schönen Strecke um die grünen Hügel und von dort dann wieder nach Süden.

So Ihr Lieben, das war er, der Reisebericht von Gran Canaria. Ich hoffe, er hat Euch gefallen und Ihr habt gerne geschaut und gelesen.

Uns hat die Insel nach zehn Jahren sehr gut gefallen und wir werden sich bald mal wieder dorthin fliegen, vielleicht nicht nächstes Jahr, aber im Jahr darauf, mal schauen.

So, jetzt gehe ich schauen, ob ich meiner Mutter gleich ein Geburtstagsgeschenk mitnehmen kann, oder ob die Sonne nicht gereicht hat und das Kimono-Tuch noch naß ist.

Es wird langsam Zeit, diesen Bericht abzuschließen (nächste Woche geht es schon wieder ein paar Tage nach Katalonien…) und so poste ich heute mal zwei Beiträge. Außerdem freue ich mich auf diesen schon irgendwie die ganze Zeit, der Tag war, bis auf das Ende, nämlich einfach nur genial und eigentlich werden die Fotos dem nicht mal annähernd gerecht.

Eine der schönsten Straßen auf dieser Insel ist die Straße von San Nicholas ins Landesinnere. Sie ist in hervorragender Qualität, allerdings sehr schmal (später wird sie breiter und geht durch mehr bewohntes Gebiet, dafür leidet dann die Qualität) – und man muß durchaus mit Gegenverkehr rechnen, der auch mal in Jeepgröße sein kann. Aber wenn man die Nerven dafür hat, lohnt es sich, wirklich.

In San Nicholas angekommen mußten wir uns den Weg zur Straße etwas suchen. Das ist dort sehr typisch. Mal ist es ausgeschildert, dann mal wieder nicht, vermutlich gehen die etwas davon aus, daß man einfach geradeaus fährt, bis das Schild (nach Artenara) was anderes sagt.

Die Straße geht jetzt schmal durch hohe Berge. Beeindruckend! Nach vielen Kurven kommt man an zwei Stauseen (das Wasser ist hier smaragdgrün, nicht blau). Die gute schmale Straße endet an einem Turm, der (zum Glück, bei unserem letzten Besuch war es da einfach nur gräßlich) renoviert und gesperrt wurde) und von dessen Platz man einen wunderbaren Blick hat.

Die Straße geht weiter, aber die Umgebung ändert sich. Immer mehr Grün und man kommt in dichter besiedeltes Gebiet. Sogar die eine oder andere Felsenwohnung kommt nun auch.

Unser Weg führt uns zum Pico de Gáldar. Ab hier ändert sich das Wetter. War es bisher sonnig, ist der Norden der Insel wolkenverhangen und der Wind ist ganz schön kalt.

Wir fahren zurück nach Artenara, in die Sonne. Das Dorf ist das höchstgelegene der ganzen Insel. Von der Straße aus kann man sogar den Teide auf Teneriffa sehen:

Von Artenara aus hat man einen wunderbaren Blick auf die heiligen Berge der Insel, den Roque Nublo und Roque Ventaiga

Unser Weg führte uns in das laut Reiseführer schönste Dorf der Insel, Tejeda. Der Ort ist absolut zauberhaft.

Von dort wollte wir so langsam zurück nach Süden. Dabei konnten wir auch den samstaglichen Trubel im Zentralmassiv bewundern…

Dank einer Fahrradrallye waren viele Straßen gesperrt. Wir mußten uns deshalb auf einen langen Weg durch den grauen trüben Norden zur Autobahn machen. Leider fand der wunderbare Tag so einen etwas nerviges Ende, denn das hat natürlich kein bißchen Spaß gemacht.

So, ein weiterer Ausflug wird noch folgen, in den Norden der Insel, aber der kommt nicht mehr heute ;)

Man sollte es kaum glauben, aber Strandbesuche auf Gran Canaria sind für den anspruchsvollen *Hust* Besucher gar nicht so einfach.

Der Strand von Maspalomas ist traumhaft für uns – abends. Wir sind nicht die Typen, die sich stundenlang in die Sonne setzen. An den allerfaulsten Tagen haben wir es unter einem Sonnenschirm auf drei Stunden gebracht, aber wenn wir selbigen nicht haben, ist es eher viel weniger. Bis man in Maspalomas an eine einigermaßen leere Stelle kommt, muß man schon ein gutes Stück laufen. Und wer weiß, wie das da tagsüber mit einem Parkplatz ist.

Der kleine Strand von Puerto Rico hat zwei Nachteile: Eher etwas Badewanne und eben klein – und kein kostenloser Parkplatz in der Nähe, denn da unten ist alles blaue Zone. So schauten wir uns erst mal den (wie sich herausstellte Kies-) Strand von Tasarte an und landeten dann zweimal in Puerto de Mogán.

Ein bißchen kann man sich die Insel Gran Canaria wie eine Uhr vorstellen (ok, es paßt nicht ganz, denn die Mitte liegt weiter nördlich, aber ich denke es reicht zum Erklären so in etwa aus). Man kann um die ganzen Insel herumfahren – bis auf das Viertel von sechs bis neun Uhr. Auf sechs Uhr liegt Puerto de Mogán, von dort fährt man hoch in Richtung Landesinneres um dann kurz hinter Mogán wieder quer rüber nach neun Uhr zu fahren (da liegt dann La Aldea / San Nicholas). Die Straße geht immer an Felsen entlang, oberhalb verschiedener Täler. Und an drei Stellen kann man auf Stichstraßen wieder runter ans Meer fahren.

Zwei Straßen haben wir in diesem Urlaub ausprobiert: Die erste von Mogán aus, Veneguera, wo aber kurz vor dem Örtchen nur noch Piste ist, man kann sie fahren und sie geht durch ein wirklich wunderschönes Areal, aber es braucht auch ein bißchen Können und Geduld dafür. Die zweite ist bei Tasarte. Nicht ganz so schön wie die Veneguera-Abfahrt, aber dafür bis kurz vor dem Strand geteert und gut befahrbar. Diese haben wir an diesem Tag auch genommen. Die letzte Abfahrt ist Tasartico, aber die soll laut Reiseführer ziemlich anstrengend sein.

Der Morgen begann auf jeden Fall mal wieder mit einem Blick auf den Kreisel in Puerto Rico. Man sieht auch zwei Busse und rechts davon einen Teil der Busstation:

Auf dem Weg nach Tasarte kamen wir auch wieder an ‘Los Azulejos’ vorbei. Diesmal stiegen wir direkt darunter aus. Dort gibt es auch eine nette Bar, die von einem Deutschen geführt wird.

Wie schon geschrieben, der Strand von Tasarte ist reiner Kies und auch sehr ungeschützt. Vermutlich eher was für Surfer, auf keinen Fall für Schwimmer. Aber es gibt ein kleines Lokal hier, das laut Reiseführer nicht so schlecht sein soll. Um die Mittagszeit hatten wir allerdings noch keinen Appetit auf Fisch.

Wir fuhren nach einem Halt zurück nach Puerto de Mogán und gingen dort an den Strand. Der ist nicht so schlecht und war auch nicht so stark besucht. Das Baden hat Arne viel Spaß gemacht (ich stricke dafür gerne am Strand). Schatten gibt es allerdings kaum. Und trotz Sonnencreme merkte ich die Sonne relativ stark, sogar an den schon durchaus gebräunten Armen. So lange konnten wir also nicht bleiben.

Am Abend ging es dann noch mal an den anderen Strand, nach Maspalomas. Da Ebbe war, entschieden wir uns, die Promenade auf der anderen Seite des Faro, nach Meloneras entlangzuflanieren. Dort gibt es viele schöne Geschäfte und  ein relativ großes Center, manche teuer, manche durchaus erschwinglich und wir haben auch fein eingekauft.

Das letzte Foto zeigt die Überreste einer Guanchensiedlung, die man dort gefunden hat und die in die Promenadengestaltung informativ integriert wurden.

Bei unserem zweiten Besuch am Playa de Puerto de Mogán waren wir etwas früher da und konnten so auch etwas länger bleiben, da ein Baum noch Schatten auf eine Stelle hinten an der Mauer warf.

Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria auf Gran Canaria ist mit knapp 400.000 Einwohnern die größte Stadt der Kanarischen Inseln. Sie ist die Hauptstadt der spanischen Provinz Las Palmas und der Autonomen Region der Kanarischen Inseln (Comunidad Autónoma de Canarias). Maßgeblich geprägt wird sie durch ihren Hafen, der der zweitgrößte am Atlantik ist. Zu den Nachbargemeinden zählen Santa Brígida im Süden und Arucas im Westen.

Ich habe das mal vom entsprechenden Beitrag der Wikipedia gemopst, die schreiben das viel besser, als ich es könnte. Die Provinz Las Palmas umfaßt die östlichen Inseln des Archipels, die westlichen Inseln gehören zur Provinz ‘Santa Cruz de Tenerife’ also zur Hauptstadt der Nachbarinseln Teneriffa. Die autonome Region der Kanaren umfaßt allerdings alle Inseln.

Las Palmas ist wirklich eine Stadt. Man merkt es, wenn man die Autobahn immer weiter nach Norden kommt. Es wird voller (besonders werktags) und die Umgebung der Autobahn ist schon teilweise etwas unschön. In der Stadt selber wird aus der Autobahn eher eine Schnellstraße in der Stadt.

Wenn man nicht unbedingt Wert auf Shoppen oder den Mercado legt, ist es einfacher, Sonntag hinzufahren. Parkhäuser gibt es einige und sie halten sich preislich im Rahmen. So landeten wir zum Beispiel in einem in der Nähe des zentralen Busbahnhofs und von dort war es dann nicht mehr weit zur Hauptgeschäftsstraße, der Triana, durch die man einfach hinüber zur Altstadt gelangt. An dieser Grenze hat sich übrigens erstaunliches getan. Laut Reiseführer wurde hier die Straße zurückgebaut und erstrahlt fast wieder so wie früher.

Aber zunächst erst mal bitte ganz tapfer sein bei diesem Blick auf eine kanarische Zapfsäule nach dem Tanken.

Etwas nördlich des Zentrums liegt Santa Catalina. Hier ist auch der sehr bekannte Las Canteras Strand.

Gran Canaria hat so einige spektakuläre Straßen, mit dazu gehört auch die Westküstenstraße von San Nicholas de Tolentino nach Agaete, speziell dort, wo sie sich die beeindruckende Küste entlangzieht.

Bis San Nicholas dauert es allerdings etwas, von Puerto Rico aus erst an der Südküste entlang nach Puerto de Mogán, von dort ins Landesinnere und so etwa ab Mogán dann quer rüber.

Auf der Straße oberhalb verschiedener Barrancos wartet ein Naturschauspiel: Los Azulejos

San Nicholas ist nicht so hübsch, es liegt in einem weiten Tal. Man nennt diese Umgebung auf der Insel auch ‘La Aldea’.

Auf dem Hinweg wurde es in Richtung Norden immer bedeckter, sogar ein paar Regentropfen fielen. Wir fuhren also ziemlich durch und machten erst Station in Agaete

Weiter nach Puerto de las Nieves. Den Finger Gottes kann man hier derzeit nur noch rudimentär bewundern. In einem sehr heftigen Sturm wurde die Felsformation zerstört. Allerdings planen die laut Reiseführer, das irgendwie wieder hinzubasteln. Puerto de las Nieves ist auf jeden Fall klein aber ganz hübsch.

Auf der Fahrt zurück nach Süden lockerte es sich dann wieder auf und man konnte die Schönheit der Straße aufs Bild bannen:

Wir machten noch mal Halt am kleinen Hafen von San Nicholas, in Puerto de la Aldea. Das Örtchen hat sich fein gemausert, sehr hübsch. Allerdings scheint auch hier der gleiche Sturm zugeschlagen zu haben, der auch schon den Finger Gottes zerstörte – ein Teil der kleinen Promenade ist abgebröckelt und gesperrt.

In einem der kleinen Lokale essen wir Fisch. Sehr ungeschickt diesmal, die niedliche kleine Katze unter unserem Tisch ist hoch erfreut *unschuldig pfeif* Sie läßt sich übrigens nur so lange streicheln, bis der Gegenwert an Fisch abgegolten ist – dann wird sie bockig und zieht zum nächsten potentiellen Opfer ;)

Das hintere rechts Lokal wars, sehr lecker und günstig, also zu empfehlen.

Damit es zwischen all den Urlaubsberichten auch mal wieder ums Stricken geht ;)

Der Horus ruht derzeit. Ich habe zwar alle Hinweise zusammen, dann war aber ein Paar Geschenkesocken fällig und dann folgten gleich weitere Paare. Das ganze wurde begünstigt durch zwei Besuche am Dümmer See und einen in Hamburg – viel Strickzeit für Kleinprojekte.

Für meine Freundin Claudia:

Glitzerregenbogen
Wollpapst gefärbt mit Lurex
‘Waving Lace’ aus ‘Favorite Socks’

Dann habe ich noch mal das Versuchskaninchen II angeschlagen und recht schnell beenden können. Das Muster zieht sich nur so zusammen, daß der Strumpf eher für eine schmale 35/36 geeignet ist.

Versuchskaninchen II
Färbung von Frau Wolle
‘Yarn over Cable’ Charlene Schurch ‘Sensational knitted Socks’

Und aus je einem Kinderstrang vom Wolldrachen zwei Paar Sneakersocken:

Sonnenfreude
‘Woven Stitch’ Charlene Schurch ‘Knitting sensational Socks’

und

Frühlingserwachen
‘Yarn Over Cable’ Charlene Schurch ‘ Knitting sensational Socks’

Neben ‘Maspalomas’ habe ich jetzt noch folgende Sockenprojekte auf den Nadeln:

Stripes…

und ‘Firgas’

Als Großprojekt habe ich wieder den Kimono-Schal vorgeholt. Meine Mutter hat Anfang Juni Geburtstag, ich will ihn für sie fertigstellen.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Ein Grund für uns, nach Gran Canaria zu fliegen, war Pozo Izquierdo. Dieser Ort, zu deutsch der ‘Linke Brunnen’ (woher das kommt konnte uns unsere Vermieterin Mona, die bereits 14 Jahre dort lebt, allerdings nicht sagen), ist eines der besten Reviere der Welt für Windsurfer.

Wie Ihr vielleicht bereits wißt, surft Arne selbst seit ein paar Jahren und war deshalb neugierig, was hier so los ist. Selber hier zu surfen kam allerdings für ihn nicht in Frage. In Pozo Izquierdo surft man nur, wenn man es richtig gut kann.

Der Wind hier ist fast durchgehend relativ stark. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, auch an sonnigen Tagen eine Jacke oder einen dickeren Pulli mitzunehmen, wenn man sich eine Weile an dem steinigen Strand aufhalten will, wo die Surfer ins Wasser starten. Sitzen kann man hier ganz gut, es ist eine Art Atrium aufgebaut mit Stufen. Und ein Taschentuch für die (Sonnen-) Brille sollte man auch nicht vergessen.

Wie schon gesagt, hier surfen die, die es wirklich können. Sie flitzen über die Wellen und Wasserstarts und Wenden sind für sie so einfach wie atmen. Viele sind einfach nur gute Fahrer, vielleicht Einheimische, für die der Weg ins Wasser nicht weit ist, aber mit etwas Glück sieht man hier auch Surfer, die in den Wettbewerben in den verschiedenen Toprevieren der Welt mitfahren. Verdächtig ist immer ein buntbemalter Bus auf dem Parkplatz oben (diese Topfahrer werden häufig von Autofirmen gesponsort und haben dann wunderschön gesprayte Fahrzeuge), mit etwas Glück entdeckt man ein Segel mit einer Nummer drauf (manchmal fahren die auch sozusagen inkognito).

Was diese Fahrer noch ein bißchen sehenswerter macht als die anderen ist, daß viele von ihnen nicht einfach nur surfen, sondern eben auch Tricks trainieren. Salti, Drehungen mit dem Board und andere interessante Figuren, es ist wirklich spannend anzuschauen. Wir haben sechs solcher Fahrer klar identifizieren können (und der nette Typ, mit dem Arne sich unterhalten hat, war vielleicht auch einer, Surfer sind sehr freundliche offene Menschen, wie ich bisher mitbekommen habe), ich habe zu Hause eine Seite gefunden, wo man sich zu den Nummer die Surfer suchen kann, darunter einen deutschen Nachwuchssurfer, der inzwischen auf der Insel lebt und für Spanien fährt (Philip Köster), einen Norweger, der auch ziemlich bekannt ist (Vidar Jensen) und die erfolgreichste Surferin überhaupt, Daida Ruano Moreno.

Arne hat natürlich viele schöne Fotos und Filme gemacht, hier sind einige davon:

Vielen lieben Dank für die vielen erfreuten Kommentare. Ich (und auch Arne) freue mich, daß es Euch gefällt und daß ich noch so einige hoffentlich schöne Bilder für Euch habe.

Wenn man es genau nimmt, sind eigentlich alle Straßen auf Gran Canaria für uns alte Wege, denn mehr oder weniger sind wir alle diese Straßen schon einmal gefahren.

Aber zunächst noch mal ein Blick bei Tag von unserem Balkon.

Da unten ist der Kreisel, wo sozusagen die Küstenstraße durchgeht. Rechts davon konnten wir auch den ZOB des Ortes sehen. Auf dem Balkon haben wir uns wirklich viel aufgehalten, auch abends bzw. sogar bis in die Nacht rein. In Puerto Rico ist immer viel los und es fahren auch sehr viele Busse und Taxen. So hatten wir immer viel Spaß, zu beobachten, was da unten geschah.

Zurück zur Fahrt…

Wir fuhren auf der Autobahn bis Maspalomas und hatten dann etwas Mühe, zur Straße hinauf nach Fataga zu gelangen, weil es eine direkte Abfahrt nur auf der anderen Seite der Autobahn gibt.

Auch diese Straße ist anspruchsvoll, aber nicht so eng. Allerdings zieht sie sich recht schnell in teilweise engen Serpentinen das Barranco (Flußtal) hinauf. Vom Mirador de Fataga hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Küste und Maspalomas:

Fataga selber ist ein wunderschöner kleiner Ort. Leider konnten wir diesmal hier keinen frischen Orangensaft trinken, die kleinen Lokale waren geschlossen.

Weiter ging es nach San Bartolomé de Tirajana. Die Stadt sehr gepflegt. Wir schauen uns etwas um und nach einem Blick auf die Karte entscheiden wir über die Weiterfahrt.

Wir fahren in Richtung Meer und gelangen nach Santa Lucia de Tirajana. Hier hat sich sehr viel getan, das Zentrum ist ganz neu und sehr schön gestaltet.

Hinter Santa Lucia kommt dann noch die Fortalezza Grande. Hier war eine der letzten Zufluchten der Guanchen, der kanarischen Ureinwohner vor den Spaniern. Der Legende nach sollen sich hier über 1600 Menschen verschanzt haben. Sie wurden überredet, aufzugeben, nur zwei anführer stürzten sich lieber in den Tod. Die Guanchen sind sehr schnell in den spanischen Neuankömmlingen aufgegangen, da diese, wollten sie Land auf der Insel erhalten und dort bleiben, verheiratet sein mußten.

Allerdings fühlen sich viele Einheimische heute nicht als Spanier sondern als Kanaren und versuchen, das Erbe der Guanchen zumindest teilweise am Leben zu erhalten, soweit dies noch möglich ist.

Es zieht uns runter zum Meer, nach Pozo Izquierdo, weiter nach Playa del Ingles und Maspalomas. Dort schauen wir uns an, was sich rund um den Faro getan hat, es ist einiges. Wie wir aber feststellen, ist es auch hier nicht unbedingt so schlimm, sondern durchaus mit Geschmack abgelaufen.

Auch wenn wir tagsüber viel unterwegs waren, auch abends zog es uns meistens noch mal nach dem Abendessen fort. Den ersten Abend blieben wir im Apartment, einen Abend war Arne alleine unten am Strand in Puerto Rico, ein zweites Mal wir beide zusammen. Aber sonst hieß es immer zum Faro de Maspalomas oder nach Puerto de Mogán.

Wenn es uns zum Faro zog, machten wir in der Regel einen Strandspaziergang (die Ausnahme folgt am Ende des entsprechenden Ausflugsberichts). Dabei wurde natürlich immer wieder fotografiert, ein Foto schöner als das nächste. Hier folgen erst mal einige Bilder von verschiedenen Tagen:

In Puerto de Mogán liefen wir immer die Runde um den Hafen. Einmal waren wir aber auch früh genug, um das mit dem Sonnenuntergang zu verbinden (meist waren wir eher zu spät dafür). Arne konnte sogar Bilder aus einer ganz besonderen Perspektive machen: Er ging einfach auf der Mauer entlang, die sich an der Seite der Straße zum Hafen entlangzieht.

Nach einem sehr angenehmen Flug landeten wir nach vielen Jahren also mal wieder in Las Palmas de Gran Canaria. Arne und ich probten das erste Mal auch im Ausland die bewährte Arbeitsteilung: Ich wartete auf die Koffer und Arne erledigte schon mal die Sache mit dem Mietwagen. Klappte hervorragend und wir bekamen sogar wieder ein Upgrade.

Die Beschreibung zum Apartment in Puerto Rico ist hervorragend und wir finden auf Anhieb gut hin. Die Autobahn geht inzwischen nicht mehr nur bis vor Arguinegin sondern bis hinter Puerto Rico – das haben wir auch öfter mal ausgenutzt. Mona, die Vermieterin, wartet bereits auf uns, sie ist wirklich sehr nett. Das Apartment ist recht groß, schlicht aber sauber und gut eingerichtet. So müßte ich ein Weilchen überlegen, wann ich mal eine besser eingerichtete Urlaubsküche hatte und das Kochen klappte diesmal auch wirklich hervorragend.

Der erste Weg geht zum Einkaufen. Im nahe gelegenen Shopping Center ist ein Hyper Dino (es gibt noch so einige mehr Supermärkte hier aber der ist in Puerto Rico der Günstigste). Der Laden ist allerdings einer der unschönsten der Kette, die ich jemals besucht habe und das Parken am Center ist ein echtes Problem. Da wir den Wagen haben, sind wir flexibel, in Zukunft kaufen wir in der Regel entweder beim Dino in Puerto de Mogán oder im Carrefour in Vecindario ein.

Aber es reicht, um erst mal satt zu werden, und nach einer kurzen Pause brechen wir zu unserem ersten Ausflug auf.

Noch ein kleiner Hinweis: Auf Gran Canaria haben sich die Straßenbezeichnungen geändert, wer also schon länger nicht da war, sollte prüfen, ob die Karte noch paßt ;)

Wir fahren nach Soria, wo es einen Stausee gibt, der aber leer ist. Die Weiterfahrt von dort ist schon mal das erste Abenteuer. Wir wollen ein Stück weiter ins Landesinnere, um dann in Richtung Mogán abzubiegen und runter nach Puerto de Mogán zu fahren.

Die Straße hat laut Karte eine offizielle Nummer und ist von guter Qualität – aber saueng und Gegenverkehr (nein, es ist definitiv KEINE Einbahnstraße) artet in Arbeit aus. Am Abzweig atmen wir schon etwas auf. Die Straße, die wir jetzt fahren, gab es so vor zehn Jahren noch nicht, zwischendurch war das noch Piste. Aber nun können wir fein durchfahren und haben auch einen schönen Blick auf das Tal unter uns.

In Mogán selber hat sich kaum was geändert, auch die eine Stelle im Ort ist noch genauso eng wie damals. In Richtung Puerto geht es durch teilweise zauberhafte Örtchen, eines nach dem anderen. Puerto de Mogán hat sich wiederrum geändert, allerdings auf noch akzeptable Weise: Der freie Platz links vom Flußtal ist nun bebaut (hier ist auch das neue Shopping Center mit dem besseren Hyper Dino) bis an den Strand, aber es ist vernünftig geblieben, die Häuser nicht zu hoch und etwas im Stil des Hafens und mit teilweise recht netten Geschäften. Und der wunderschöne Hafen ist so geblieben wie er war.

Wir finden einen guten Parkplatz und bummeln, bevor wir wieder an der Küste entlang zurück nach Puerto Rico fahren.

Ältere Artikel »