Gran Canaria: Ins Herzland

Es wird langsam Zeit, diesen Bericht abzuschließen (nächste Woche geht es schon wieder ein paar Tage nach Katalonien…) und so poste ich heute mal zwei Beiträge. Außerdem freue ich mich auf diesen schon irgendwie die ganze Zeit, der Tag war, bis auf das Ende, nämlich einfach nur genial und eigentlich werden die Fotos dem nicht mal annähernd gerecht.

Eine der schönsten Straßen auf dieser Insel ist die Straße von San Nicholas ins Landesinnere. Sie ist in hervorragender Qualität, allerdings sehr schmal (später wird sie breiter und geht durch mehr bewohntes Gebiet, dafür leidet dann die Qualität) – und man muß durchaus mit Gegenverkehr rechnen, der auch mal in Jeepgröße sein kann. Aber wenn man die Nerven dafür hat, lohnt es sich, wirklich.

In San Nicholas angekommen mußten wir uns den Weg zur Straße etwas suchen. Das ist dort sehr typisch. Mal ist es ausgeschildert, dann mal wieder nicht, vermutlich gehen die etwas davon aus, daß man einfach geradeaus fährt, bis das Schild (nach Artenara) was anderes sagt.

Die Straße geht jetzt schmal durch hohe Berge. Beeindruckend! Nach vielen Kurven kommt man an zwei Stauseen (das Wasser ist hier smaragdgrün, nicht blau). Die gute schmale Straße endet an einem Turm, der (zum Glück, bei unserem letzten Besuch war es da einfach nur gräßlich) renoviert und gesperrt wurde) und von dessen Platz man einen wunderbaren Blick hat.

Die Straße geht weiter, aber die Umgebung ändert sich. Immer mehr Grün und man kommt in dichter besiedeltes Gebiet. Sogar die eine oder andere Felsenwohnung kommt nun auch.

Unser Weg führt uns zum Pico de Gáldar. Ab hier ändert sich das Wetter. War es bisher sonnig, ist der Norden der Insel wolkenverhangen und der Wind ist ganz schön kalt.

Wir fahren zurück nach Artenara, in die Sonne. Das Dorf ist das höchstgelegene der ganzen Insel. Von der Straße aus kann man sogar den Teide auf Teneriffa sehen:

Von Artenara aus hat man einen wunderbaren Blick auf die heiligen Berge der Insel, den Roque Nublo und Roque Ventaiga

Unser Weg führte uns in das laut Reiseführer schönste Dorf der Insel, Tejeda. Der Ort ist absolut zauberhaft.

Von dort wollte wir so langsam zurück nach Süden. Dabei konnten wir auch den samstaglichen Trubel im Zentralmassiv bewundern…

Dank einer Fahrradrallye waren viele Straßen gesperrt. Wir mußten uns deshalb auf einen langen Weg durch den grauen trüben Norden zur Autobahn machen. Leider fand der wunderbare Tag so einen etwas nerviges Ende, denn das hat natürlich kein bißchen Spaß gemacht.

So, ein weiterer Ausflug wird noch folgen, in den Norden der Insel, aber der kommt nicht mehr heute 😉

Gran Canaria: On the beach (und noch ein bißchen mehr)

Man sollte es kaum glauben, aber Strandbesuche auf Gran Canaria sind für den anspruchsvollen *Hust* Besucher gar nicht so einfach.

Der Strand von Maspalomas ist traumhaft für uns – abends. Wir sind nicht die Typen, die sich stundenlang in die Sonne setzen. An den allerfaulsten Tagen haben wir es unter einem Sonnenschirm auf drei Stunden gebracht, aber wenn wir selbigen nicht haben, ist es eher viel weniger. Bis man in Maspalomas an eine einigermaßen leere Stelle kommt, muß man schon ein gutes Stück laufen. Und wer weiß, wie das da tagsüber mit einem Parkplatz ist.

Der kleine Strand von Puerto Rico hat zwei Nachteile: Eher etwas Badewanne und eben klein – und kein kostenloser Parkplatz in der Nähe, denn da unten ist alles blaue Zone. So schauten wir uns erst mal den (wie sich herausstellte Kies-) Strand von Tasarte an und landeten dann zweimal in Puerto de Mogán.

Ein bißchen kann man sich die Insel Gran Canaria wie eine Uhr vorstellen (ok, es paßt nicht ganz, denn die Mitte liegt weiter nördlich, aber ich denke es reicht zum Erklären so in etwa aus). Man kann um die ganzen Insel herumfahren – bis auf das Viertel von sechs bis neun Uhr. Auf sechs Uhr liegt Puerto de Mogán, von dort fährt man hoch in Richtung Landesinneres um dann kurz hinter Mogán wieder quer rüber nach neun Uhr zu fahren (da liegt dann La Aldea / San Nicholas). Die Straße geht immer an Felsen entlang, oberhalb verschiedener Täler. Und an drei Stellen kann man auf Stichstraßen wieder runter ans Meer fahren.

Zwei Straßen haben wir in diesem Urlaub ausprobiert: Die erste von Mogán aus, Veneguera, wo aber kurz vor dem Örtchen nur noch Piste ist, man kann sie fahren und sie geht durch ein wirklich wunderschönes Areal, aber es braucht auch ein bißchen Können und Geduld dafür. Die zweite ist bei Tasarte. Nicht ganz so schön wie die Veneguera-Abfahrt, aber dafür bis kurz vor dem Strand geteert und gut befahrbar. Diese haben wir an diesem Tag auch genommen. Die letzte Abfahrt ist Tasartico, aber die soll laut Reiseführer ziemlich anstrengend sein.

Der Morgen begann auf jeden Fall mal wieder mit einem Blick auf den Kreisel in Puerto Rico. Man sieht auch zwei Busse und rechts davon einen Teil der Busstation:

Auf dem Weg nach Tasarte kamen wir auch wieder an ‚Los Azulejos‘ vorbei. Diesmal stiegen wir direkt darunter aus. Dort gibt es auch eine nette Bar, die von einem Deutschen geführt wird.

Wie schon geschrieben, der Strand von Tasarte ist reiner Kies und auch sehr ungeschützt. Vermutlich eher was für Surfer, auf keinen Fall für Schwimmer. Aber es gibt ein kleines Lokal hier, das laut Reiseführer nicht so schlecht sein soll. Um die Mittagszeit hatten wir allerdings noch keinen Appetit auf Fisch.

Wir fuhren nach einem Halt zurück nach Puerto de Mogán und gingen dort an den Strand. Der ist nicht so schlecht und war auch nicht so stark besucht. Das Baden hat Arne viel Spaß gemacht (ich stricke dafür gerne am Strand). Schatten gibt es allerdings kaum. Und trotz Sonnencreme merkte ich die Sonne relativ stark, sogar an den schon durchaus gebräunten Armen. So lange konnten wir also nicht bleiben.

Am Abend ging es dann noch mal an den anderen Strand, nach Maspalomas. Da Ebbe war, entschieden wir uns, die Promenade auf der anderen Seite des Faro, nach Meloneras entlangzuflanieren. Dort gibt es viele schöne Geschäfte und  ein relativ großes Center, manche teuer, manche durchaus erschwinglich und wir haben auch fein eingekauft.

Das letzte Foto zeigt die Überreste einer Guanchensiedlung, die man dort gefunden hat und die in die Promenadengestaltung informativ integriert wurden.

Bei unserem zweiten Besuch am Playa de Puerto de Mogán waren wir etwas früher da und konnten so auch etwas länger bleiben, da ein Baum noch Schatten auf eine Stelle hinten an der Mauer warf.