Buchkater

Ich habe mal wieder einen heftigen Buchkater, das hatte ich wirklich schon lange nicht mehr.

Schuld ist Alison Croggon mit ihrer Pellinor-Saga. Die besteht aus vier Bänden und ich hatte mir irgendwann mal den ersten Band ‚Die Gabe‘ gekauft. Letzte Woche fiel der mir dann in die Hände und ich begann zu lesen. Obwohl mir ab und an doch einige ziemlich deutliche Anleihen bei Tolkiens ‚Herr der Ringe‘ auffielen, ihre Welt ist eine sehr eigene mit sehr sympatischen und durchaus vielschichtigen Charakteren, zum Beispiel muß sich die Hauptperson Maerad durchaus auch mit ihrer dunklen Seite auseinandersetzen. Das ’schlimme‘ an dieser Geschichte ist, abgesehen von der beschriebenen kleinen Schwäche, mich hat die Geschichte total ‚mitgenommen‘ und hineingezogen, das ging schon bei der Karte los.

Ganz schnell mußten die fehlenden drei Bände nachgekauft werden und ich habe sie, auch begünstigt durch das Wochenende, quasi in einem Rutsch durchgelesen. Heute Nacht war nun Band vier (und damit die Geschichte) zu Ende – und im Moment vermisse ich diese Welt und die wirklich liebgewordenen Protagonisten und möchte so gerne noch mehr davon lesen. Also habe ich jetzt eben einen ‚Kater‘ und lese mich durch etwas vernachlässigte National Geographic Ausgaben, weil ich auf einen Genrewechsel oder eine andere fantastische Welt absolut keine Lust habe.

Alison Croggon hat ihre Welt übrigens auf unsere Erde versetzt, als einen vermutlich verlorenen Kontinent (vielleicht Atlantis?) von dem man vor einiger Zeit eine größeren Anzahl von Schriftrollen gefunden habe. Hier lohnt es sich wirklich, auch Vorwort und die Anhänge samt Literaturverzeichnis zu lesen – es macht die Illusion fast perfekt.

Sommersonnenwende

Hallo Ihr Lieben,

doch, ja mich gibt es noch. Einiges ist seit dem letzten Eintrag passiert, aber nur wenig davon hatte mit Stricken zu tun.

Wir waren auch in diesem Juni in Katalonien, allerdings war es dieses Jahr doch nicht ganz so toll wie das Jahr davor. So einige kleine Quereleien, dazu war es heiß (nicht überraschend, war es letztes Jahr auch) aber dazu auch noch sehr schwül (was eher außergewöhnlich zu sein scheint). Das ist nun gar nicht unser Wetter und bei mir führte das dazu, daß ich mir eine hartnäckige Erkältung eingefangen habe.

Wieder daheim, konnten wir erst mal durchatmen (und durchschlafen), dann kam auch hier der Sommer an. Das führte natürlich dazu, daß ich viele Stunden draußen auf dem Balkon verbracht habe, manchmal bis in den späten Abend hinein. Hatte ich in Katalonien zu Anfang noch an zwei (neuen *hust*) Sockenpaaren genadelt, ging ich irgendwann zu den Büchern über und das hielt dann noch nach dem Urlaub an.

So habe ich die Krimireihe um den Anwalt Matthew Shardlake des Autors Christopher J. Sansom entdeckt, die spielt zur Zeit Henry VIII in England und gefällt mir ausgezeichnet. Den ersten Band der neuen Reihe von Andrea Schacht habe ich auch gelesen (mich macht die Rahmengeschichte neugierig auf mehr), ein Buch von Richard Dübell, Yrsa Sigurðardóttir und Ian Rankin und, nicht zu vergessen weil wieder mal in einem Rutsch gelesen, ein schon etwas älteres Buch von Rebecca Gablé, ‚Der König der purpurnen Stadt‘.

Im Moment lese ich ‚London‘ von Edward Rutherfurd (engl. Homepage). Als London-Liebhaberin mit einem Hang zu englischer Geschichte (am liebsten so etwa bis zum Ende des Mittelalters) gefällt mir das Buch ausgezeichnet, auch, weil man immer wieder bekannten Gebäuden und Orten begegnet, und erstaunt ist, wie und wann das entstanden ist.

Aber seitdem es wieder kühler wird, stricke ich auch wieder vermehrt. Das Regenbogentuch wächst und im Zug stricke ich an den Socken.

In den nächsten Tagen habe ich dann noch sehr viele Fotos für Euch. Ein paar Impressionen von Katalonien (doch, natürlich hat es auch schönes gegeben) und ich habe noch einmal meine Freundin Birgitta in Hannover besucht und von dort auch einige Fotos mitgebracht.