Reisebüdel: Sail in Bremerhaven 2015

Dieses Jahr ist wieder Sail in Bremerhaven (alle fünf Jahre findet sie bisher statt). Viele Segelschiffe finden ihren Weg in die Stadt und drumherum gibt es dann auch sozusagen einen Jahrmarkt für die Besucher. Man kann Törns buchen oder auch mit mehr oder minder Wartezeit einige Schiffe besichtigen.

Arbeitsbedingt haben wir uns Samstag auf die Reise gemacht. Über die Fahrt mit der Deutschen Bahn / Nordwestbahn breitet man besser den Mantel des Schweigens… das Beste war eigentlich noch, daß wir am Ende sogar eine meiner neuen Kolleginnen getroffen haben, was wirklich nett war.

Das dazwischen war aber entschieden besser. Wir hatten einigermaßen Glück mit dem Wetter, zwar leider bedeckt aber keine starken Regengüsse. Drei Schiffe haben wir besucht, die „Guayas“ aus Ecuador, die „Esmeralda“ aus Chile und die „Sedov“ aus Russland. Und viele Bilder gemacht.

Morten Hansen, der Kapitän aus „Verrückt nach Meer“ hat übrigens seine norwegischen Kollegen auf der Statsraad Lehmkuhl besucht. Wir vermuten, daß er derzeit auf der Weißen Lady fährt, die gestern auch in Bremerhaven lag.

Arne hat übrigens eine neue Kamera, die gestern zum ersten Mal richtig zum Einsatz kam. Hier kommen also unsere Impressionen:

Nachbau einer Hansekogge „Ubena von Bremen“:

„Christian Radich“ (Norwegen):

Auf der „Guayas“ (Ecuador):

Auf der „Esmeralda“ (Chile).

Von der Esmeralda habe ich sehr viele Fotos gemacht, weil meine liebe Freundin Carolina mich drum gebeten hat. Außerdem war es ein sehr sauberes gepflegtes Schiff mit einer netten Crew und weckte dann doch die eine oder andere Erinnerung an meine Chilereise von vor über 20 Jahren. Den Heimathafen des Schiffes, Valparaiso, habe ich damals auch besucht.

Mit den drei Kadetten auf dem Bild habe ich mich später ein wenig unterhalten. Die Crew ist sehr freundlich und auch sprachlich versiert. Jeder an Deck sprach mindestens Englisch. Und der Kadett, der unten an der Gangway die Besucher begrüßte und verabschiedete, konnte auch etwas (?) deutsch. Ich habe allerdings mal wieder mein Spanisch ausgetestet, ist immer noch vorhanden 😉

Das Schiff scheint ebenfalls ein gutes Fußballteam zu haben (die chilenische Nationalmannschaft hat dieses Jahr die Copa Südamerikas gewonnen).

Auf der Sedov (Russland):

Die Statsraad Lehmkuhl (Norwegen)

Die Alexander von Humboldt II

Danach sind wir noch kurz ins Mediteraneo, ein hübsches Einkaufszentrum, gegangen, wo wir noch mal eine Reise in die Vergangenheit gestartet haben. Im dortigen Whisky-Geschäft habe ich eine Flasche Glenturret erstanden, die Destillerie hatten wir bei unserer Reise nach Schottland vor vielen Jahren besucht und der hatte uns geschmeckt.

Reisebüdel Kapitel 10: Time to say Goodby

Eine unruhige Nacht. So ab vier Uhr die Durchsagen vom Gang zu hören (alle, die das Pauschalpaket gebucht hatten, waren auf frühe Flüge gebucht, so auch die beiden Paare von gestern), bis 08:30 mußten auch wir unsere Kabinen verlassen. Unser Flug ging erst um drei Uhr und so frühstückten wir in Ruhe und dehnten den Aufenthalt auf dem Schiff auf Deck 5 dann halt bis 10:00 aus, bevor wir uns auf dem Weg zum Flughafen machten.

Ein supernetter Taxifahrer brachte uns dorthin. Am Flughafen selbst konnten wir problemlos einchecken. Und auch die Wartezeit ging erstaunlich gut vorbei. Irgendwann saßen wir dann in der Maschine und hoben ab Richtung Hamburg.

Der Rückflug verlief leider nicht so angenehm wie der Hinflug, allerdings waren wir so pünktlich in Hamburg und so schnell durch die Kontrolle und wieder mit den Koffern vereinigt, daß wir viel früher fertig waren als erwartet und am Ende sogar eine halbe Stunde früher daheim, als von mir als mögliche Verbindung rausgesucht. Dazu war es zwar kalt (aber durchaus zum Durchatmen nicht unangenehm) aber trocken, so daß das Heimkommen nicht ganz so schlimm war.

Unser Fazit: Nein, süchtig nach Kreuzfahrt sind wir nicht. Es ist schon eine eigene Welt und Reisen als unsere eigenen Reiseführer wie bisher ist auch toll. Aber es hat auch viel Spaß gemacht, für solche Ziele wie diese Orientfahrt macht es andere Weise auch durchaus Sinn. So überlegen wir tatsächlich, bei einem passenden Angebot uns noch einmal aufzumachen, evtl. sogar mit der neuen Prima nächstes Jahr dieselbe Strecke – es gibt schließlich noch einiges was wir nicht gesehen haben.

Und es hat Spaß gemacht, nette Menschen zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen – sei es auf dem Schiff (alleine weil man sich beim Essen eigentlich immer irgendwo dazusetzen muß, passiert das schnell) aber auch in den Ländern und Orten die wir besucht haben. Im Orient gibt es wirklich viele freundliche Menschen.

Reisebüdel Kapitel 9: Ein weiterer Tag in Dubai

Unser letzter richtiger Tag dieser Reise brach an. Und es sollte mit der Beste werden. Auf Deck 3 (dort betritt und verläßt man das Schiff) trafen wir uns nun also mit den beiden anderen Paaren. Ein weiteres Paar war noch mit dabei, als allerdings klar war, daß das erste Ziel der Gewürz- und Goldsouk sein würde, haben die beiden sich entschlossen, andere Wege zu gehen. Wir kannten die Souks zwar auch schon, aber es machte uns nichts aus, noch mal drüberzugehen und auch etwas als Reiseführer zu fungieren.

Mit einem Shuttle fuhren wir also zunächst zu einer Shopping-Mall im Deira-Viertel. Es war heiß und der Weg zu den Souks doch recht weit von dort. Also kauften wir uns Tagestickets, um die Metro benutzen zu können. Das kostet nicht viel, man muß aber in de Züge sehr aufpassen – sie sind relativ voll und es gibt Bereiche, wo die Sitze Frauen vorbehalten sind.

Gemeinsam bummelten wir durch den Gold- und Gewürzsouk. Es wurde sich nach Goldschmuck erkundigt, Gewürze gekauft und etwas weiter erstand ich auch ein Tuch. Ziel war sozusagen der Anleger, um auf die andere Seite des Creek überzusetzen.

Auf der anderen Seite des Creek ging es noch in den Textil-Souk. Hier fand dann Moni alles was sie noch auf dem Zettel hatte mit Hilfe der ganzen Gruppe. Zufrieden mit den Einkäufen ging es zur Metro. Ziel war die Magnetbahn, die in der Nähe des Burj al-Arab auf die Palme fährt. Arne hätte gerne mal gebadet, Moni wollte etwas Sand einsammeln, aber leider war das nicht möglich. Dafür haben wir uns vor der Rückfahrt dann noch die Mall im Atlantik-Hotel angeschaut.

Das letzte Ziel des Tages waren die berühmten Wasserspiele des Burj Khalifa. Roswitha und Werner trennten sich vorher von uns, da sie diese schon vom ersten Abend kannten und lieber packen wollten. Zuvor bekamen wir allerdings noch Tips weitergereicht, wo wir uns am besten platzieren sollten.

Der Weg von der Metrostation zur Shopping Mall dauert ewig (man läuft sich hier echt einen Wolf), dann suchten wir den Ausgang zu den Wasserspielen. Endlich waren wir da und bekamen dann auch ein wunderschönes Schauspiel geboten.

Danach waren wir uns einig. Schauen, ob evtl. noch ein Shuttle fährt, ansonsten Taxi suchen. Bei ersterem konnten wir partout nicht den Abfahrort finden (diese Mall ist echt riesig), am Taxistand eine Riesenschlange – zum Glück gelang es uns, draußen ein freies Taxi zu erwischen, welches uns durch dichten Verkehr zurück zum Schiff brachte.

Wir verabredeten uns ein letztes Mal vor der „Weiten Welt“ um gemeinsam zu Abend zu Essen. Lange haben wir uns unterhalten, erst im Restaurant (auch am letzten Abend sind wir erst gegangen, als sie schon mit Abräumen begannen), später noch bei der Rezeption.

Danach war dringend (es war ein heißer Tag gewesen) Duschen und Kofferpacken angesagt. Arne machte dann noch einen letzten Rundgang bevor auch dieser Tag zu Ende war.

Die Idee, als kleine Gruppe loszuziehen war wirklich genial. Der Tag war zwar irre lang, aber einfach rundum schön.

Reisebüdel Kapitel 8: Biancas Tag in Bahrain

Mein Ausflug war der BAH17 – Arabische Kultur. Dafür ging es nach dem Treffen auf dem Schiff erst mal zum Empfangsgebäude (ebenfalls begleitet mit Musik und dem typischen Willkommens-Angebot in diesem Teil der Welt) und zu drei Bussen mit je einem Scout von der Aida und einem einheimischen Reiseführer.

Erstes Ziel war die alte Haupstadt Al-Muharraq. Nach Abu Dhabis Häuserschluchten des Vortages fand ich Bahrain wunderbar anzuschauen. Eine Mitreisende bemängelte zwar den Schmutz hier (die Emirate sind wirklich sehr sauber) aber ich fand es einfach erfrischend normal und belebt, menschlich. Der erste Halt führte zunächst zu einer typischen Bäckerei wo das typische Fladenbrot pur oder mit leckerem Käse gefüllt probiert werden konnte. Weiter ging es (leider nur) zu einer Außenbesichtigung des Sheik-Isa-Bin-Ali-Hauses (ich glaube das hätte sehr viel arabische Kultur geboten) und einiger weiterer schön renovierter Häuser (in Bahrain werden touristisch interessante Ziele übrigens teilweise ausgeschildert). Danach hatten wir einen Stop beim Souk dieser Stadt, wo besonders der Gewürzladen sehr gefragt war.

Die nächste Station war das Bahrain-Fort. Sehr spannend und interessant, auch die archäologischen Ausgrabungen rundum, die bei weitem noch nicht abgeschlossen sind (das Fort selber war nur dem Militär vorbehalten, drumherum hatte sich aber eine Ansiedlung gebildet). Leider hatten wir hier zu wenig Zeit, da hätte ich gerne noch viel mehr geschaut und fotografiert. Hier haben Arne und ich uns übrigens kurz getroffen.

Kunst vor dem Weg zum Fort

Ist das nicht genial? Ich liebe so etwas!

 

Weiter ging es dann für uns vorbei am Zentrum von Manama zum Nationalmuseum

Diese Bilder aus dem All zeigen sehr gut, wie sehr sich Bahrain inzwischen durch Landgewinnung verändert hat.

Letzte Station war dann das Dragon-Hotel. Dort wurde uns ein mehrgängiges Menue serviert, es gab eine Bauchtanz-Vorstellung und draußen könnte man Gewänder anprobieren oder Wasserpfeife rauchen. Das Essen, vor allem die Vorspeisen, waren absolut göttlich. Ich muß dringend auf Rezeptesuche gehen. Tabouleh, wie man uns sagte (Petersiliensalat), Humus, eine Art Frischkäse, ein typischer Salat und Kartoffeln in scharfer rötlicher Sauce, dazu Brot. Mehr hätten sie eigentlich nicht servieren müssen 😉

Etwas in Eile ging es zurück zum Schiff, wo wir dann bald ablegten.

Dieser Abend stand schon sehr im Zeichen des baldigen Abschiedes. Im Theatrium fand eine Veranstaltung mit Reiseinformationen statt, dort saßen wir auf einmal neben Roswitha und Werner (Ihr erinnert Euch, Abendessen am ersten Abend). Für den nächsten Tag in Dubai verabredeten wir uns am Ausgang.

Beim Abendessen wiedrum saßen wir zufällig mit am Tisch von Moni und Peter. Die waren mit mir an diesem Tag auf dem Ausflug gewesen, man erkannte sich wieder und kam ins Gespräch – am Ende wollten die beiden am Ausgang am nächsten Tag auch dazustoßen.

Auf dem Pooldeck wurde man am Abend zwar ordentlich durchgeweht (Steife Brise sozusagen, nur wärmer als an der Nordseeküste), der vordere Teil des Schiffes war sogar gesperrt, hier fand dann die Farewell-Party statt. Zunächst wurde Sekt ausgegeben, danach verabschiedete sich der Kapitän und danach präsentierten dann Alex und Konstantin (Entertainment und General Manager) zunächst witzige Fakten und Anekdötchen, bevor sich dann die Crew von den Passagieren verabschiedete, präsentiert durch Vertreter der verschiedenen Abteilungen.

Eine Sektpyramide der besonderen Art – Modell stand der Burj Khalifa

Eine Lasershow eröffnete den Farewell-Teil auf dem Pooldeck

Konstantin und Alexandra – wie immer nett, schlagfertig und gut drauf

Auf dem Pooldeck gab es dann noch einen Auftritt der Aida Stars, danach folgte dann DJ Rudi. Irgendwann flüchteten wir vor der Musik und landeten noch eine Weile in den Anytime-Bar, wo es ein wenig mehr nach Café del Mar klang – sehr passend für diesen warmen Abend.

Reisebüdel Kapitel 7: Im Bahrain, der Tag von Arne

Heute gibt es hier was ganz besonderes, ich konnte Arne überreden, den Text für seinen Tag in Bahrain selber zu schreiben. Wir hatten uns schon vorher überlegt, hier zwei verschiedene Ausflüge zu machen und getrennte Wege zu gehen.

Uns beiden gemein ist allerdings die überaus herzliche Begrüßung im Hafen: Es ertönten Dudelsackklänge und im Terminal wurde als Begrüßung Kaffee und Datteln angeboten. Man fühlte sich hier sofort als willkommener Gast.

Und jetzt überlasse ich die Tastatur meinem Freund…


„Kenn wa noch nich“, wie der Berliner so sagt, dachte ich mir, als ich über AIDA den Landausflug „BAH 09 – Das Beste aus Bahrain“) vorab im Internet für mich buchte. Beinhaltet dieser doch u.a. die Besichtigung des Bahrain Internatioal Circuits, der nationalen F1-Rennstrecke, die ich mir gerne mal anschauen wollte. Leider blieb es bei der Vorfreude, denn ein namhafter deutscher Sportwagenhersteller (fängt mit „P“ an und hört mit „orsche“ auf) hatte sich entschieden, dort kurzfristig Testfahrten durchzuführen. „Det gloob ich jetz mal nich“, wieder berlinerisch, war dann mein nächster Gedanke dazu…

Also entschied ich mich vor Ort, auf die „Große Bahrain-Tour“ umzubuchen, auch wenn diese ebenso den unvermeidlichen Besuch des Nationalmuseums einschloß. Dieser stellte sich dann im Nachhinein aber als recht sehenswert heraus, da dort viel über die Geschichte des kleinen Landes gezeigt wird.

Ebenso interessant waren die Fahrt über den King-Fahd-Causeway zur Grenze nach Saudi-Arabien (mit Stop direkt davor), der Besuch der Kamelfarm (gottseidank ohne spuckende Kamele) und des Forts.

In Deutschland ausgemusterte Busse sind hier scheinbar sehr beliebt

Der Besuch der „Großen Al-Fateh Moschee“ überzeugte durch die Freundlichkeit ihrer moslemischen Gästeführerin und die Offenheit, wie der Glaube in dem Gotteshaus praktiziert wird. Dies ist, wie wir ja gesehen haben, nicht überall so.

Gebetsnische für den Imam – heute nur noch Stilelement, da inzwischen Lautsprecher zur Verfügung stehen, die heutzutage für entsprechende Akustik sorgen.

 

In einem Handwerkszentrum wurde dannnach einer kurzen Besichtigung das Lunchpaket verzehrt. Anschließend gab es, weil wir nach Auffassung der Reiseleiterin Christina auf dem Ausflug stets pünktlich am Bus waren, als „Goodie“ noch einen Fotostop am WTC (World Trade Center) mit seiner bemerkenswerten Architektur, die von vielen Mitreisenden (auch von mir) begeistert bewundert wurde.


Im Hafen sind wir beide dann wieder zusammengetroffen. Das Schiff legte ab und wir verließen diesen gastlichen Staat.

 

Reisebüdel Kaiptel 6: Abu Dhabi

Jetzt wird es schwierig. Ganz ehrlich: Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate ist nicht so meins. Extrem viele Hochhäuser mit Straßenschluchten (Dubai ist da wesentlich gelockerter gebaut), irgendwie hat die Stadt mich ein wenig erschlagen.

Sollten wir die Tour noch mal fahren, wird hier definitiv ein Ausflug gemacht. Die Wüste soll hier auch nicht so weit weg sein wie im Oman.

Mit dem Shuttle ging es zum World Trade Center, dort gibt es einen neugebauten Souk und eine Mall im alten Stil. Sehr schön anzuschauen. Danach stromerten wir durch die Straßen, erholten uns an der Corniche am Wasser, liefen zu einer weiteren Mall und fuhren von dort mit dem Taxi zurück zum Schiff.

Der Souk-Teil des WTC-Centers

Wieder auf dem Schiff schauten wir uns das Cocktail-Shaker Event der Offiziere auf dem Pooldeck an. Lustig moderiert wie eigentlich immer durch Alex, hatten wir viel Spaß auch ohne mitzutrinken. Dafür tranken wir später noch einen Cocktail in der Anytime-Bar auf der Black&White Party.

Reisebüdel Kapitel 5: Ein Seetag und ein Abend in Abu Dhabi

Zurück durch die Straße von Hormus in den Persischen Golf und nach Abu Dhabi. Einen Teil des Tages verbrachte ich wieder auf Deck 5 draußen, erst in der Sonne dann etwas schattiger. Arne stromerte wieder etwas mehr herum bevor wir uns dann zusammen auf zum Pooldeck machten. Der Kapitän Vincent Cofalka stellte sich eine Stunde lang den Fragen der Passagiere.

Ich habe übrigens einen neuen Lieblingskapitän. Vorher war das ja Morten Hansen aus der Doku-Serie „Verrückt nach Meer“. Aber Vincent Cofalka verweist unseren Norweger jetzt doch auf den zweiten Platz. Schon der Kollege von Arne hatte berichtet (er hat die Tour eine Weile vor uns gemacht), er habe sich richtig nett mit ihm Unterhalten. Wir hatten ihn auf jeden Fall beinah täglich im Ohr, nicht zum guten Morgen (das haben wir dann doch regelmäßig verschlafen, da solche Durchsagen auch nur auf Wunsch in der Kabine durchgestellt werden) aber zu jedem Hafen den wir anliefen meldete er sich mit interessanten Infos zum Ziel und auch bei der Fragestunde beantwortete er auch viele technische Fragen kompetent und sehr verständlich. Allerdings scheint das tatsächlich eher außergewöhnlich zu sein, zumindest wurde von einigen Fragen zunächst attestiert, sie hätten so jemanden noch nie als Kapitän gehabt.

Für Abu Dhabi hatten wir spontan noch einen Ausflug dazu gebucht, eine abendliche Busfahrt durch die Stadt. Die Stadt selber wollte wir uns nach Ratschlag von Kennern auf eigene Faust anschauen am nächsten Tag.

In mehreren Bussen und unter der Führung einer netten Niederländerin gewannen wir ein paar Eindrücke.

An dieser Moschee wurde extremst auf die Einhaltung der hier gezeigten Regeln geachtet, selbst wenn man so wie wir nur von außen gucken wollte und nicht mal nah rankam.

Reisebüdel Kapitel 4: Im Oman – eine Fahrt zu den Wahiba Sands

Und wieder ertönte der Handywecker. Heute mußten wir früh fertig sein, es war ein Ganztagesausflug zu den Wahiba Sands in die Wüste gebucht.

Beim Treffen bekamen wir den Jeep Nummer 12 zugeteilt (von 17), den wir uns mit Thomas und Denise teilten (sehr nett, aber auch die haben wir danach nicht wieder gesehen). Zunächst ging es zu zwei Bussen, außerhalb des Hafens wechselten wir dann auf die Jeeps.

Der Ersatzpaß für den Aufenthalt im Oman, die Reisepässe verbleiben auf der Aida, die sich auch um die notwendigen Stempel etc. kümmert.

Es hat manchmal Vorteile, wenn ein Busfahrer sich verfährt

On the road

Ein kleiner Nachteil der Tour: Die Fahrt in die Wüste dauert lange. Dreieinhalb bis vier Stunden durch die Berge, auf guten Straßen aber der Weg zieht sich, obwohl die Gegend durchaus nicht uninteressant ist.

Kurz vor dem Ziel dann eine kurze Pause und etwas später wurden die Jeeps wüstentauglich gemacht durch Luftablassen.

Der Herr auf dem Bild ist unser Fahrer, ein sehr sympathischer Mensch

Dann verließen wir die befestigte Straße und es ging langsam in die Wüste. Wunderschön und ein Mordsspaß mit einem guten Fahrer am Steuer. Schließlich wurde geparkt und man konnte sich die Umgebung in Ruhe ansehen. Die Fahrer laufen übrigens dort alle barfuß – sehr sinnvoll, das geht wirklich besser und ist zumindest auf dem Dünenkamm auch nicht so heiß wie befürchtet.

Hier leben auch Beduinen mit ihren Kamelen

Ali erklärt mir, daß die Menschen hier ihr Wasser per Tankwagen erhalten

Über weitere herrlich rutschige aufregende Dünenkämme führte der Weg nun zum Zelt einer Beduinenfamilie, wo wir eine Weile zu Gast waren. Die Fahrer kümmerten sich um die obligatorische Verteilung von Kaffee und Datteln, man konnte sich in der interessanten einfachen Unterkunft umschauen und auch ein paar kleine Souvenirs kaufen, die die Frauen anboten.

Im Beduinencamp

Unser Scout Mandy (eine ganz Liebe) mit der süßen kleinen Tochter der Familie, die alle sofort ins Herz schlossen

Viel zu schnell hatten wir wieder Asphalt unter den Rädern. Die Autos wurden wieder Straßentauglich gemacht und es ging zunächst zum kleinen Ort Al Muyadib (?), wo die Fahrer uns mit den Lunchpaketen mit arabischen Vorspeisen versorgten, bevor sie sich in die Moschee zurückzogen. Gegessen wurde unter freiem Himmel unter einen großen Baum. Danach ging es dann zurück in Richtung Muscat.

Luft auf die Reifen

Wieder in Muscat angekommen, fuhren uns die Fahrer nicht direkt zum Schiff zurück, es gab zunächst noch einen kleinen Abstecher in die eigentliche Stadt. Sollten wir die Tour noch einmal machen, werden wir uns auf jeden Fall entweder Muscat oder evtl. auch Nizwa anschauen, sofern so etwas angeboten wird.

Zurück am Hafen verabschiedeten wir uns von Ali und mit dem Ablegemanöver, dem Abendessen und einem netten Programm auf dem Pooldeck entdete ein wunderschöner Tag.

 

Reisebüdel Kapitel 3: Seetag

Um von Dubai nach Muscat im Oman zu kommen, muß das Schiff um die Halbinsel Musandam und durch die Straße von Hormus fahren. Das dauert, erst am nächsten Morgen würden wir in Muscat anlegen.

Der Tag begann per Handywecker (für einen Urlaub haben wir das Teil echt oft benutzt, sollte eine Kreuzfahrt etwa doch streßig sein??? ;-)). Grund: Für zehn Uhr war vor dem Ablegen die vorgeschriebene Rettungsübung angesagt, davor wollten wir fertig sein und gefrühstückt haben. Danach legte das Schiff dann ab und machte sich langsam auf dem Weg aus dem Hafen.

Die Costa brach noch vor uns auf

Dubai bleibt hinter uns zurück

Unsere Kabine befand sich auf Deck 5, mit nur einem kurzen Weg zu den Bugfahrstühlen und der Tür nach draußen. Nicht unbedingt der schönste Platz mit den Rettungsbooten über einem, aber wenn einem der Sinn nach Ruhe an frischer Luft war, war man hier genau richtig. An den Seetagen habe ich hier viel Zeit im Stuhl mit Strickzeug bzw. meinem eReader verbracht. Arne ist zwischendurch aber auch mal auf Entdeckertour gegangen.

Eine Dhau

Einer der zahlreichen Öltürme

Einer der täglichen Vorträge im Theatrium, Thema war sehr wahrscheinlich der Oman

Irgendwann wurde es frisch und so zogen wir zusammen los. Im Theatrium fand eine Probe für die abendliche Show statt, die wir uns angeschaut haben. Danach suchten wir uns etwas mühselig noch ein freies Plätzchen auf dem Sonnendeck (Deutsche und ihre Badetücher…). Irgendwann wurde es da auch zu kühl, also ging es runter zum Duschen und später Abendessen.

Den Abend verbrachten wir dann im Theatrium. Zunächst stellte sich der Kapitän mit seinen Offizieren vor, später gab es dann die Show, wo wir die Proben am Nachmittag beobachtet hatten und der Abend endete dort mit einen kleinen Konzert eines der Künstler, ich habe leider den Namen nicht notiert, ich glaube er hieß Christopher, der die alten Lieder vorstellte, die ihn geprägt haben. Sehr gute Sänger an Bord, aber leider war für meinen Geschmack die Musik entschieden oft zu laut. Vor allem bei der Show gabe es zwei Nummern, die hätten ohne die laute Musik absolutes Gänsehautpotential gehabt.

Ein Kapitän und seine Crew

Ein Komponist trifft seine Muse

Showfinale

Das Solokonzert

Arne zog es dann noch mal aufs Pooldeck, wo er eine Band entdeckte, die sehr gute Musik spielte.

Reisebüdel Kapitel 2: Einschiffung und Dubai

Die Ankunft in Dubai verlief zunächst nicht so freundlich… Nebel, Durchstarten, Neuanflug von der anderen Seite der Landebahn und es dauerte ewig, bis wir endlich am Terminal standen. Danach ein langer Fußmarsch zur Paßkontrolle (sehr unfreundlich) und zu den Koffern (Geduldsspiel).

Wir konnten gegen Aufpreis mit dem Shuttle direkt zum Schiff mitfahren und auch schon einchecken. Das dauerte etwas. Kurz auf die Kabine und schnell wieder raus zum Taxistand. Schließlich wartete der Burj Khalifa auf uns, wo wir Karten vorab gebucht hatten. Alles ging gut und nach einer ganzen Weile waren wir dann endlich auf 452m Höhe im 124 Stockwerk. Und es war zwar noch diesig aber auf keinen Fall nebelig mehr.

Ankunft im Flughafen – auf dem Weg zum Gepäckband

Der Nachbar am Anleger

Unsere Heimat für die nächste Woche

Auf dem Weg zum ersten Ziel

Der Burj Khalifa

Auch wenn es noch höher geht, der Blick ist grandios von da oben. Und nette Menschen haben wir auch getroffen. Einen Touristen der um eine Fotoassitenz bat (und uns auch fotografiert hat im Gegenzug) und einen der Sicherheitsleute, mit dem wir uns gut unterhalten haben und der auch etwas Deutsch von uns lernen wollte, um deutsche Gäste angemessen begrüßen zu können. Sollte es Euch also auch mal hoch verschlagen (es lohnt sich, aber unbedingt im Internet vorordern, sonst wird es teurer oder Ihr kommt spontan gar nicht rauf) und ein kräftig gebauter dunkelhäutiger Mann begrüßt Euch mit Willkommen oder Herzlich Willkommen – das ist er.

Beim Burj Khalifa gibt es auch die Dubai Mall, wie wir hörten die größte Mall der Welt. Recht edel, furchtbar groß, aber wir haben sie uns angeschaut. Es gibt auch Geschäfte für Normalsterbliche, es lohnt sich jedoch ein wenig die Preise zu kennen – Kosmetik zum Beispiel wäre dort teurer als hier daheim.

In der Dubai Mall

Diesen Teil des Aquariums kann man offen sehen, es aber auch richtig besuchen.

Einen Souk hat die Mall auch – schön gemacht

Nachdem es uns gelang den Supermarkt zu finden (die Ausschilderung ist ein wenig schwierig) und uns mit Getränken zu versorgen, stürmten wir den Malltaxistand und machten uns auf den Weg in die Altstadt.

Das Fort in der Altstadt, heute ein Museum

Eine Dhau vor dem Museum

Die große Moschee, laut Arne allerdings sehr unscheinbar

Im Textilsouk

Nun standen wir am Creek und wollten auf die andere Seite. Dafür kann man mit kleinen Booten fahren. Diese machen Rundtouren durch den Creek aber eben auch eine Passage auf die andere Seite für 1 AED, das sollte man vorsichtshalber deutlich sagen.

Auf der anderen Seite wartete dann der Gewürz- und der Goldsouk auf uns. Da der Freitag allerdings in den muslimischen Ländern vergleichbar mit unserem Sonntag ist, hatten da einige Läden geschlossen und es war nicht so viel los.

Mit diesen Bötchen (Abra) passiert man den Souk

Dhaus im Hafen

Wunderschöner Schmuck – leider oft viel zu aufwendig für den normalen Gebrauch

Im Gewürzsouk erstanden wir bei einem sehr netten Mann, der sehr gut deutsch sprach Weihrauch und Vanille. Der Versuch zu handeln brachte immerhin eine Dreingabe. Und am liebsten hätte ich den halben Laden leergekauft. In einem der Goldläden habe ich mir schlichten Goldcreolen gekauft. Gerne hätte ich was größeres gekauft, aber der Preis geht nach Gewicht und viele der aufwendigen Schmuckstücke sind einfach zu aufwendig, leider, auch wenn ich größe Ohrringe und Ringe mag.

Wir bummelten zurück zum Anleger, setzten noch einmal über, hielten uns dort noch ein Weilchen auf und suchten uns dann ein Taxi zurück zum Schiff. Wir waren einfach ein wenig k.o. nach dem Tag (es war da schon 17:00).

Wieder am Anleger

Wieder auf dem Schiff waren dann auch unsere Koffer da und wir konnten Duschen und uns umziehen. Zum ersten Mal ging es in die „Weite Welt“, eines der Restaurants auf der Diva. Wir saßen an einem Tisch mit einem Ehepaar, mit denen wir uns sofort gut verstanden. Bei Wein (zum Essen kostenlos) und gutem Essen kamen wir ins Gespräch und unterhielten uns bis sie dort die Bürgersteige hochklappten. Danach wollten wir eigentlich zusammen aufs Pooldeck, blieben allerdings folgend zwischendurch hängen (nettes Geplauder mit einem der Kellner der Bar auf dem Deck dazwischen) und haben uns verloren. Roswitha und Werner haben wir erst kurz vor Schluß wiedergetroffen, das ist wirklich das seltsame auf so einem Kreuzfahrschiff. Man kommt schnell in Kontakt, muß sich aber eigentlich fest verabreden, um das beizubehalten, für Zufälle sind diese Schiffe zu groß.

Auf dem Poodeck lernten wir dann die Aida Stars kennen (die machen da die Shows) und DJ Rudi.

Vor der Anytime-Bar

Die Aida-Stars

DJ Rudi bringt das Pooldeck zum Tanzen (wir haben allerdings nicht immer denselben Musikgeschmack)

Tagsüber liegen hier die Sonnenhungrigen, unter uns das Pooldeck

Langsam war es Zeit, den Trubel zu verlassen und ins Bett zu gehen. Den Schlaf hatten wir nötig, aber wir sind beide erstaunlich über den Tag gekommen.