Reisebüdel Kapitel 3: Seetag

Um von Dubai nach Muscat im Oman zu kommen, muß das Schiff um die Halbinsel Musandam und durch die Straße von Hormus fahren. Das dauert, erst am nächsten Morgen würden wir in Muscat anlegen.

Der Tag begann per Handywecker (für einen Urlaub haben wir das Teil echt oft benutzt, sollte eine Kreuzfahrt etwa doch streßig sein??? ;-)). Grund: Für zehn Uhr war vor dem Ablegen die vorgeschriebene Rettungsübung angesagt, davor wollten wir fertig sein und gefrühstückt haben. Danach legte das Schiff dann ab und machte sich langsam auf dem Weg aus dem Hafen.

Die Costa brach noch vor uns auf

Dubai bleibt hinter uns zurück

Unsere Kabine befand sich auf Deck 5, mit nur einem kurzen Weg zu den Bugfahrstühlen und der Tür nach draußen. Nicht unbedingt der schönste Platz mit den Rettungsbooten über einem, aber wenn einem der Sinn nach Ruhe an frischer Luft war, war man hier genau richtig. An den Seetagen habe ich hier viel Zeit im Stuhl mit Strickzeug bzw. meinem eReader verbracht. Arne ist zwischendurch aber auch mal auf Entdeckertour gegangen.

Eine Dhau

Einer der zahlreichen Öltürme

Einer der täglichen Vorträge im Theatrium, Thema war sehr wahrscheinlich der Oman

Irgendwann wurde es frisch und so zogen wir zusammen los. Im Theatrium fand eine Probe für die abendliche Show statt, die wir uns angeschaut haben. Danach suchten wir uns etwas mühselig noch ein freies Plätzchen auf dem Sonnendeck (Deutsche und ihre Badetücher…). Irgendwann wurde es da auch zu kühl, also ging es runter zum Duschen und später Abendessen.

Den Abend verbrachten wir dann im Theatrium. Zunächst stellte sich der Kapitän mit seinen Offizieren vor, später gab es dann die Show, wo wir die Proben am Nachmittag beobachtet hatten und der Abend endete dort mit einen kleinen Konzert eines der Künstler, ich habe leider den Namen nicht notiert, ich glaube er hieß Christopher, der die alten Lieder vorstellte, die ihn geprägt haben. Sehr gute Sänger an Bord, aber leider war für meinen Geschmack die Musik entschieden oft zu laut. Vor allem bei der Show gabe es zwei Nummern, die hätten ohne die laute Musik absolutes Gänsehautpotential gehabt.

Ein Kapitän und seine Crew

Ein Komponist trifft seine Muse

Showfinale

Das Solokonzert

Arne zog es dann noch mal aufs Pooldeck, wo er eine Band entdeckte, die sehr gute Musik spielte.

Reisebüdel Kapitel 2: Einschiffung und Dubai

Die Ankunft in Dubai verlief zunächst nicht so freundlich… Nebel, Durchstarten, Neuanflug von der anderen Seite der Landebahn und es dauerte ewig, bis wir endlich am Terminal standen. Danach ein langer Fußmarsch zur Paßkontrolle (sehr unfreundlich) und zu den Koffern (Geduldsspiel).

Wir konnten gegen Aufpreis mit dem Shuttle direkt zum Schiff mitfahren und auch schon einchecken. Das dauerte etwas. Kurz auf die Kabine und schnell wieder raus zum Taxistand. Schließlich wartete der Burj Khalifa auf uns, wo wir Karten vorab gebucht hatten. Alles ging gut und nach einer ganzen Weile waren wir dann endlich auf 452m Höhe im 124 Stockwerk. Und es war zwar noch diesig aber auf keinen Fall nebelig mehr.

Ankunft im Flughafen – auf dem Weg zum Gepäckband

Der Nachbar am Anleger

Unsere Heimat für die nächste Woche

Auf dem Weg zum ersten Ziel

Der Burj Khalifa

Auch wenn es noch höher geht, der Blick ist grandios von da oben. Und nette Menschen haben wir auch getroffen. Einen Touristen der um eine Fotoassitenz bat (und uns auch fotografiert hat im Gegenzug) und einen der Sicherheitsleute, mit dem wir uns gut unterhalten haben und der auch etwas Deutsch von uns lernen wollte, um deutsche Gäste angemessen begrüßen zu können. Sollte es Euch also auch mal hoch verschlagen (es lohnt sich, aber unbedingt im Internet vorordern, sonst wird es teurer oder Ihr kommt spontan gar nicht rauf) und ein kräftig gebauter dunkelhäutiger Mann begrüßt Euch mit Willkommen oder Herzlich Willkommen – das ist er.

Beim Burj Khalifa gibt es auch die Dubai Mall, wie wir hörten die größte Mall der Welt. Recht edel, furchtbar groß, aber wir haben sie uns angeschaut. Es gibt auch Geschäfte für Normalsterbliche, es lohnt sich jedoch ein wenig die Preise zu kennen – Kosmetik zum Beispiel wäre dort teurer als hier daheim.

In der Dubai Mall

Diesen Teil des Aquariums kann man offen sehen, es aber auch richtig besuchen.

Einen Souk hat die Mall auch – schön gemacht

Nachdem es uns gelang den Supermarkt zu finden (die Ausschilderung ist ein wenig schwierig) und uns mit Getränken zu versorgen, stürmten wir den Malltaxistand und machten uns auf den Weg in die Altstadt.

Das Fort in der Altstadt, heute ein Museum

Eine Dhau vor dem Museum

Die große Moschee, laut Arne allerdings sehr unscheinbar

Im Textilsouk

Nun standen wir am Creek und wollten auf die andere Seite. Dafür kann man mit kleinen Booten fahren. Diese machen Rundtouren durch den Creek aber eben auch eine Passage auf die andere Seite für 1 AED, das sollte man vorsichtshalber deutlich sagen.

Auf der anderen Seite wartete dann der Gewürz- und der Goldsouk auf uns. Da der Freitag allerdings in den muslimischen Ländern vergleichbar mit unserem Sonntag ist, hatten da einige Läden geschlossen und es war nicht so viel los.

Mit diesen Bötchen (Abra) passiert man den Souk

Dhaus im Hafen

Wunderschöner Schmuck – leider oft viel zu aufwendig für den normalen Gebrauch

Im Gewürzsouk erstanden wir bei einem sehr netten Mann, der sehr gut deutsch sprach Weihrauch und Vanille. Der Versuch zu handeln brachte immerhin eine Dreingabe. Und am liebsten hätte ich den halben Laden leergekauft. In einem der Goldläden habe ich mir schlichten Goldcreolen gekauft. Gerne hätte ich was größeres gekauft, aber der Preis geht nach Gewicht und viele der aufwendigen Schmuckstücke sind einfach zu aufwendig, leider, auch wenn ich größe Ohrringe und Ringe mag.

Wir bummelten zurück zum Anleger, setzten noch einmal über, hielten uns dort noch ein Weilchen auf und suchten uns dann ein Taxi zurück zum Schiff. Wir waren einfach ein wenig k.o. nach dem Tag (es war da schon 17:00).

Wieder am Anleger

Wieder auf dem Schiff waren dann auch unsere Koffer da und wir konnten Duschen und uns umziehen. Zum ersten Mal ging es in die „Weite Welt“, eines der Restaurants auf der Diva. Wir saßen an einem Tisch mit einem Ehepaar, mit denen wir uns sofort gut verstanden. Bei Wein (zum Essen kostenlos) und gutem Essen kamen wir ins Gespräch und unterhielten uns bis sie dort die Bürgersteige hochklappten. Danach wollten wir eigentlich zusammen aufs Pooldeck, blieben allerdings folgend zwischendurch hängen (nettes Geplauder mit einem der Kellner der Bar auf dem Deck dazwischen) und haben uns verloren. Roswitha und Werner haben wir erst kurz vor Schluß wiedergetroffen, das ist wirklich das seltsame auf so einem Kreuzfahrschiff. Man kommt schnell in Kontakt, muß sich aber eigentlich fest verabreden, um das beizubehalten, für Zufälle sind diese Schiffe zu groß.

Auf dem Poodeck lernten wir dann die Aida Stars kennen (die machen da die Shows) und DJ Rudi.

Vor der Anytime-Bar

Die Aida-Stars

DJ Rudi bringt das Pooldeck zum Tanzen (wir haben allerdings nicht immer denselben Musikgeschmack)

Tagsüber liegen hier die Sonnenhungrigen, unter uns das Pooldeck

Langsam war es Zeit, den Trubel zu verlassen und ins Bett zu gehen. Den Schlaf hatten wir nötig, aber wir sind beide erstaunlich über den Tag gekommen.

Reisebüdel: Kreuzfahrt mit der AIDAdiva im Golf von Persien/Oman

Der Mann und ich waren wieder mal unterwegs. Diesmal war alles neu: Wir flogen ab Hamburg mit Emirates nach Dubai und stiegen dort auch noch auf ein Kreuzfahrschiff (die AIDAdiva) um uns eine Woche im Persischen Golf, bzw. auch etwas Golf von Oman zu bewegen.

Das Ganze hatte also jede Menge Potential in beide Richtungen und wir waren sehr gespannt auf die neuen Erfahrungen und Impressionen.

Wie immer haben wir viele Bilder mitgebracht, die ich Euch in zehn Kapiteln (diesen Beitrag mitgezählt) zeigen will.


Unsere Reise begann am Nachmittag des 05. Februars. Wir machten uns auf den Weg nach Hamburg. Unseren Flug hatten wir individuell gebucht, da über das Pauschalpaket nur ein Flug ab Düsseldorf, Frankfurt oder Berlin angeboten wurde – das wollten wir partout nicht. Natürlich waren wir viel zu früh und hatten auch vorab Online eingecheckt. So haben wir uns noch eine kleine Mahlzeit und einen Bummel durch die Shoppingmeile gegönnt.

Unser Flug hatte leider auch noch Verspätung. Das Warten zerrte etwas, auch wenn man schon die Crew beobachten konnte. Irgendwann konnten wir dann einsteigen und es wurde spannend. Es ist schon ein Unterschied, ob man im Touristenbomber oder mit einer großen Fluggesellschaft fliegt. Ok, die Sitze hätten besser sein können, aber auf jedem Platz wartete schon eine Decke, ein Kissen und ein Kopfhöhrer. Kurz nach dem Start wurden warme Tüchlein zum Erfrischen gereicht. Und die Menükarte des heutigen Flugs. Dazu ein grandioses Unterhaltungsprogramm mit allen Möglichkeiten: Filme (vor allem wenn man Englisch gucken kann), Radio mit vielen Optionen etc. Nach dem sehr guten Essen gelang es mir mit Chill-Out Musik dann trotzdem ein wenig zu schlafen.

Im Hamburger Flughafen

Im Flieger

Unterwegs-Büdel: Lissabon

Frohes Neues Jahr an alle meine Leser und möge es ein gutes Jahr für Euch werden!

Den Jahreswechsel haben wir dieses Mal in der Stadt am Tejo verbracht. Nach Lissabon wollten wir schon immer mal länger als nur einen Tag per Bus von der Algarve und mit günstigem Flug und Hotel bot sich das jetzt an. Das ganze paßte dann auch noch perfekt, weil die zweite Dezemberhälfte auf Grund persönlicher Dinge extrem stressig war – und schon im voraus gesagt schaffte dieser kurze Trip tatsächlich Entspannung und Erholung. Viele schöne Bilder haben wir gemacht und ich möchte Euch so einige davon zeigen.

Gestartet sind wir am 30. Dezember in Bremen. Über Lissabon gab es dann erst mal einen kleinen Rundflug zur Landung:

Im Hotel angekommen (Sete Colinas bei der Station Anjos, gut zu erreichen und nicht weit in die Stadt (und das Hotel ist besser als die Homepage!)) bekamen wir das Familienzimmer mit fünf Betten – wir hatten also massig Platz:

Aber natürlich hielt es uns nicht lange hier und wir machten uns schnell wieder auf den Weg in die Stadt – gucken, bummeln, Essen gehen – und Arne ist dann später noch das erste Mal Straßenbahn gefahren.

Die erste Nacht im Hotel verlief sehr ruhig und das Frühstücksbuffet ist wirklich ok und der Kaffee immerhin trinkbar (an Paris kommt eh keiner ran ;-)). Und so war dann schnell der Silvestertag angebrochen, der in Lissabon fast ein ganz normaler Tag ist. Früh waren wir auf den Beinen und unterwegs.

Per Metro ging es zur Enthaltestelle Cais do Sodre und dort nach kurzen Stop mit dem Zug nach Estoril und Cascais (Hin- und Rückfahrt für 4,80 EUR). Beides sind Orte, wo die Lissaboner gerne im Sommer hinfahren. Wir fuhren bis Estoril und waren ganz schnell an der wunderbaren Promenade, die dann in Cascais endet. Wer gerne joggt, ist hier ebenfalls genau richtig.

Cascais ist ein absolut zauberhafter Ort. Wir hatten dazu noch wunderbares Wetter, für uns Nordlichter fast schon ein Frühlingstag.  Wir bummelten durch die Einkaufszone, zum Platz wo es viele Lokale gibt und dann ans Meer. Arne marschierte dann noch mal alleine los, während ich es mir auf einer Bank mit meinem Strickzeug bequem machte, später gingen wir den Weg noch einmal gemeinsam. Irgendwann machten wir uns dann auf den Weg zurück und das fiel uns wirklich arg schwer. Den Weg zum Bahnhof zeigte uns eine sehr reizende Engländerin, die dort lebt und die wir ein Stück mit ihren beiden Hunden begleiteten.

Die nächsten beiden Fotos sind auch von A. Schmidt, da hat was nicht ganz geklappt.

Wieder in Lissabon angekommen, machten wir uns auf den Weg zum laut Reiseführer derzeit größten Shoppingcenter der Stadt (Centro Comercial Colombo). Das Teil erschlägt einen, aber ein bißchen was haben wir tatsächlich gefunden. Von einigen Ketten gibt es hier die größten Läden, die mir bisher über den Weg gehüpft sind.

Nach dem Shoppen ging es dann wieder in die Stadt und etwas mühselig (wo fuhr noch mal dieses Straßenbahn?) zur Gegend um den Torre de Belém. Das Hieronimus-Kloster, das Padrão dos Decombrimentos und der Torre im Abendlicht, sieht manchmal aus wie Kitsch pur, aber wir hatten einfach einen fantastischen Sonnenuntergang.

Nach einer langen Fahrt mit der Straßenbahn und einem kurzen Abendessen am Rossio war es erst mal gut – ab ins Hotel, ausruhen und Kraft sammeln. Der Tag war immerhin schon lang gewesen.

Aber noch war nicht Schluß. Um viertel vor elf machten wir uns wieder auf den Weg in die Stadt zur Praça do Comércio. Warten auf Mitternacht. Die Einheimschen auf dem Platz hatten noch ein wenig mehr Spaß, die Gruppe auf der Bühne spielte scheinbar bekannte und sehr beliebte Hits. Gute Musik. Um Mitternacht wurde es dann schlagartig irgendwie richtig voll. Das Feuerwerk wurde mit südländischer Begeisterung begrüßt. Arne hat es geschafft, 8 Minuten davon zu filmen. Das Feuerwerk war wirklich schön gemacht, auch wenn ich hier tatsächlich zum Beispiel zum Freimarkt noch etwas bessere auch in der Komposition gesehen habe.

Danach wurde es dann wirklich streßig. Scheinbar war um Mitternacht rum der Platz so richtig voll geworden und es war furchtbar schwer, den Platz zu verlassen. Für Leute mit Platzangst und Familien meiner Meinung nach definitiv nicht zu empfehlen. Wir schafften es zurück zur Metrostation und auch in einer Zug – wahrscheinlich wäre es besser gewesen, zu Fuß zu gehen, es wurde arg kuschlig. Aber wir schafften es heil auch wieder an unserer Station raus und in die Sicherheit der Straße, bzw. des Hotels. Ein schöner Tag ging so zuende.

Am Neujahrstag schliefen wir nur ein klein wenig länger. Wir hatten noch Zeit, bis wir zum Flughafen mußten und die wollten wir unbedingt nutzen. Und das wurde auch wieder mit einem wunderbaren Tag belohnt.

Wir begannen mit der Alfama und fuhren mit der 28 hinauf. Ziel war die Festung, die allerdings am Neujahrstag so früh nicht auf war. Trotzdem liefen wir ein wenig durch die Gassen drumherum und dann wieder runter zur Kathedrale.

Mit der Straßenbahn ging es auf die andere Seite der Stadt. Wir landeten im Viertel Bica und dort auf einen Miradouro. Tolle Aussicht, gute Musik aus dem Café, Sonne – wir waren eine ganze Weile dort.

Weiter dann zum Ascensor da Bica. Die Fahrt war in unserem Tagesticket enthalten. Nicht lange, aber sie hat Spaß gemacht. Danach bummelten wir hinüber ins Viertel Baixa – Praça Luis, Largo do Chiado und weiter zum Platz zu der beim Erdbeben zerstörten Kirche Igreja do Carmo und von dort mit dem berühmten Fahrstuhl (ebenfalls im Ticket drin) runter zur Rua Aurea.

Nun zog es uns noch mal zur Praça do Comércio und an den Tejo. Es war ein wunderbarer Tag, warm und sonnig und so verweilten wir dort so lange, bis es Zeit war, zur Metro zu gehen um unsere Koffer aus dem Hotel zu holen.

Im Hotel wurde noch mal ein bißchen umgepackt und einen Moment mit der netten Rezeptionistin geschwatzt. Dann zurück zur Metro und auf zum Flughafen.

Und da ging es dann um kurz vor sechs ab nach Hause. Ein wunderschöner Kurztrip war zu Ende.

 

Der Unterwegs-Büdel

Es ist Adventszeit und seit grob drei Wochen leuchtet Bremen wieder im Weihnachtsglanz. Bummelt Ihr mit mir durch die Innenstadt? Die Fotos sind von verschiedenen Tagen.

Beginnen wir doch einfach am Bahnhof…

Und weiter geht es dann in die Innenstadt…

Und zum Schluß geht es an die Schlachte, auf den Schlachtezauber…

 

Lesebüdel…

BuchwurmNach längerer Zeit komme ich erst mal wieder mit einem Griff in den Lesebüdel zurück. Ich habe in letzter Zeit sehr viel gelesen, und unter anderem die Bücher von Gordon Ferris entdeckt, einem schottischen Autor. Leider leider verkaufen sich die Bücher in Deutschland nichts so gut wie im Ausland, so daß es von beiden Serien bisher nur den ersten Band gibt. Das finde ich wirklich schade.

Die Bilder habe ich von der Seite des FestaVerlages, der Gordon Ferris in Deutschland herausbringt. Klick aufs Bild führt jeweils zum (echt günstigen!) eBook auf der Seite.

GalgenfristDie schottische Reihe sozusagen. Douglas Brodie kehrt nach Hause zurück und versucht einem alten Freund zu helfen, der zum Tode verurteilt ist.

Mörderspiel

Die Londoner Reihe. Danny McRae (ebenfalls Schotte) versucht in London als Privatdetektiv Fuß zu fassen, gerät dabei in einen mysteriösen Fall, der auch in seine eigene Vergangenheit führt.

Beide Serien spielen sehr kurz nach dem Ende des zweiten Weltkriegs in Glasgow und in London. Das schlägt einen spannenden Bogen zum letzten Lesebüdel, wo ich ja von Cay Rademachers Trümmermörder spielend im Hamburger Winter 1947 erzählt habe. Ich fand es spannend zu lesen, wie die Empfindungen und Erfahrungen dieser Zeit auf der anderen Seite gewesen sind, eben auch absolut nicht rosig. Beide Serien haben etwas von klassischen düsteren Krimis (Raymond Chandler?), auch das war mal was anderes. Eine gewisse Härte ist auf jeden Fall vorhanden, auch wenn es nicht so blutig zugeht wie in manchem Thriller, auf jeden Fall mußte ich an gewissen Stellen schon mal bedrückt schlucken.

Falls sich jemand für die Thematik interessiert, würde ich mich freuen, wenn Ihr dafür sorgt, daß ich alle Folgebände (die Serien sind nicht so groß, die schottische umfaßt vier Bücher) auf Deutsch werde lesen können 😉 Und wer eBooks liest, bei 4,99 EUR pro Buch kann man doch nicht so viel falsch machen,

 

Lesebüdel

Ich habe heute auf meinem Kobo ein Buch ausgelesen, welches im Moment den Platz eins in meiner Histo-Wertung für 2014 einnehmen wird. Obwohl ich bei historischen Krimis eigentlich eher so die Zeit bis 1600 bevorzuge.

Cay Rademacher – Der Trümmermörder

(Klick auf den Buchtitel führt zur Verlagsseite)

Der Fall, der in diesem Buch bearbeitet wird, ist an sich historisch. Es hat wirklich einen Trümmermörder gegeben, der im Winter 1946/1947 vier Menschen so getötet hat.

Cay Rademacher hat ihn für seine Geschichte verwendet. Dieser Winter war unheimlich kalt und hart, besonders in einer zerbombten Stadt in einem Land, wo es kaum genug zu Essen und zu Heizen gibt. Cay Rademacher schildert dieses Umstände genau. Auch wenn ich schon gelesen habe, daß manchem das zu genau war… der Autor hat mit diesem durchaus düsteren Krimi Bilder geschaffen, die mich beeindruckt haben.

Ich habe schon Bilder von zerbombten Städten gesehen und natürlich blutet mir auch das Herz, wenn ich in meiner Stadt Bremen durch eine alte Postkarte zum Beispiel sehe, was da verloren gegangen ist. Oder wenn ich von der Weserbrücke auf die Altstadt gucke und die Lücke sehe, die dadurch entstanden ist, daß irgendein Depp beschlossen hat, die Ansgari-Kirche komplett abzureißen (wobei ich gelesen habe, die Kirche sei nicht so schwer beschädigt gewesen, daß sie nicht wieder hätte aufgebaut werden können). Es fehlt ein Turm im Bild.

Hamburg kenne ich von damals nicht so gut, wobei mir die Stadt natürlich vertraut ist, ich bin ja schon oft genug da gewesen. Cay Rademacher fügt hier nun eine Dimension hinzu: Man hat hier nicht nur ein Foto von Ruinen, die Protagonisten lassen einen deutlich spüren, wie schwer und bitter das Leben in einer zerstörten Stadt unter fremder Verwaltung gewesen ist. Und das macht, neben dem durchaus spannenden Kriminalfall, diesen Krimi zu was besonderem.

Sonntagsbüdel…

Diese Woche gab es kein Freitagsbüdel. Manchmal finde ich es sehr schwierig, den Freitags-Füller auszufüllen, vor allem wenn mich etwas beschäftigt und/oder ärgert, was nicht auf eine so öffentliche Plattform gehört.

Die Welt ist im Wandel, das stellen schon Tolkiens weise Elben fest, aber manchmal muß sich noch entscheiden, was das bedeuten wird und ob es gut oder schlecht ist.

Heute dagegen kann ich wenigstens zwei Bilder zeigen. Ich habe ein neues Forum entdeckt, da bleibt für anderes nicht ganz so viel Zeit *hust*

Ich habe für einen Ravelry-KAL den Krokus von Sue Berg angefangen. Seltsam nur, daß ich mit dem gewählten Garn nicht mal annähernd ausreichen werde. Zum Glück ist Julie, die Händlerin aus UK, eine ganz Liebe und sie wird mir noch einen Strang färben, was dann doch hoffentlich dafür und vielleicht noch für ein paar 1:6er Kleidungsteilchen reichen wird.

Gestern wurde natürlich ESC geschaut und dabei wurden dann meine Elisabeth-Socken fertig:

Elisabeth-Socken
Muster River-Rapids, Garn vom WOLLkenschaf

Euch allen einen guten Start in die neue Woche!

Sonntagsbüdel…

Was für ein schönes Wochenende! Freitag spontan freigenommen liegen vier tolle Tage hinter mir. Gestern hatte ich einen tollen Tag bei und in Hamburg, allerdings bin ich heute dementsprechend müde.

Auch diese Woche habe ich wieder ein bißchen Karten gebastelt:

Am Donnerstag eifrig Wolle gewickelt

Und die Chicane-Socken fertig gestellt:

Morgen ist die schöne Zeit leider wieder vorbei und der Alltag hat uns wieder. Als nächstes freuen wir uns dann auf ein Wochenende in Paris…

Freitagsbüdel

Es ist Freitag, draußen trübes Wetter und bevor ich mir wieder ein Kännchen Tee koche und die kreatives Zellen ankurble, hier noch schnell den Freitagsfüller:

Freitagsfueller

1.  Hat jemand eine Ahnung wie gerne ich jetzt auf dem Balkon stricken würde.

2.  _________ nicht das geringste Interesse.

3.  Soweit es mich betrifft die Entscheidung heute frei zu nehmen war goldrichtig.

4.  Ich mag Hüte trage sie aber selten

5.  Wo ist die versprochene Sonne.

6.  _________ sind neu.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich aufs geplante Programmzapping und stricken, morgen habe ich ein Treffen mit einer Ravelry-Freundin geplant und Sonntag möchte ich von dem langen Samstag erholen!

Zwei muß ich auslassen, da fällt mir einfach nichts zu ein.

Euch allen ein schönes Wochenende!