Reisebüdel Kaiptel 6: Abu Dhabi

Jetzt wird es schwierig. Ganz ehrlich: Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate ist nicht so meins. Extrem viele Hochhäuser mit Straßenschluchten (Dubai ist da wesentlich gelockerter gebaut), irgendwie hat die Stadt mich ein wenig erschlagen.

Sollten wir die Tour noch mal fahren, wird hier definitiv ein Ausflug gemacht. Die Wüste soll hier auch nicht so weit weg sein wie im Oman.

Mit dem Shuttle ging es zum World Trade Center, dort gibt es einen neugebauten Souk und eine Mall im alten Stil. Sehr schön anzuschauen. Danach stromerten wir durch die Straßen, erholten uns an der Corniche am Wasser, liefen zu einer weiteren Mall und fuhren von dort mit dem Taxi zurück zum Schiff.

Der Souk-Teil des WTC-Centers

Wieder auf dem Schiff schauten wir uns das Cocktail-Shaker Event der Offiziere auf dem Pooldeck an. Lustig moderiert wie eigentlich immer durch Alex, hatten wir viel Spaß auch ohne mitzutrinken. Dafür tranken wir später noch einen Cocktail in der Anytime-Bar auf der Black&White Party.

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Reisebüdel Kapitel 5: Ein Seetag und ein Abend in Abu Dhabi

Zurück durch die Straße von Hormus in den Persischen Golf und nach Abu Dhabi. Einen Teil des Tages verbrachte ich wieder auf Deck 5 draußen, erst in der Sonne dann etwas schattiger. Arne stromerte wieder etwas mehr herum bevor wir uns dann zusammen auf zum Pooldeck machten. Der Kapitän Vincent Cofalka stellte sich eine Stunde lang den Fragen der Passagiere.

Ich habe übrigens einen neuen Lieblingskapitän. Vorher war das ja Morten Hansen aus der Doku-Serie „Verrückt nach Meer“. Aber Vincent Cofalka verweist unseren Norweger jetzt doch auf den zweiten Platz. Schon der Kollege von Arne hatte berichtet (er hat die Tour eine Weile vor uns gemacht), er habe sich richtig nett mit ihm Unterhalten. Wir hatten ihn auf jeden Fall beinah täglich im Ohr, nicht zum guten Morgen (das haben wir dann doch regelmäßig verschlafen, da solche Durchsagen auch nur auf Wunsch in der Kabine durchgestellt werden) aber zu jedem Hafen den wir anliefen meldete er sich mit interessanten Infos zum Ziel und auch bei der Fragestunde beantwortete er auch viele technische Fragen kompetent und sehr verständlich. Allerdings scheint das tatsächlich eher außergewöhnlich zu sein, zumindest wurde von einigen Fragen zunächst attestiert, sie hätten so jemanden noch nie als Kapitän gehabt.

Für Abu Dhabi hatten wir spontan noch einen Ausflug dazu gebucht, eine abendliche Busfahrt durch die Stadt. Die Stadt selber wollte wir uns nach Ratschlag von Kennern auf eigene Faust anschauen am nächsten Tag.

In mehreren Bussen und unter der Führung einer netten Niederländerin gewannen wir ein paar Eindrücke.

An dieser Moschee wurde extremst auf die Einhaltung der hier gezeigten Regeln geachtet, selbst wenn man so wie wir nur von außen gucken wollte und nicht mal nah rankam.

Reisebüdel Kapitel 4: Im Oman – eine Fahrt zu den Wahiba Sands

Und wieder ertönte der Handywecker. Heute mußten wir früh fertig sein, es war ein Ganztagesausflug zu den Wahiba Sands in die Wüste gebucht.

Beim Treffen bekamen wir den Jeep Nummer 12 zugeteilt (von 17), den wir uns mit Thomas und Denise teilten (sehr nett, aber auch die haben wir danach nicht wieder gesehen). Zunächst ging es zu zwei Bussen, außerhalb des Hafens wechselten wir dann auf die Jeeps.

Der Ersatzpaß für den Aufenthalt im Oman, die Reisepässe verbleiben auf der Aida, die sich auch um die notwendigen Stempel etc. kümmert.

Es hat manchmal Vorteile, wenn ein Busfahrer sich verfährt

On the road

Ein kleiner Nachteil der Tour: Die Fahrt in die Wüste dauert lange. Dreieinhalb bis vier Stunden durch die Berge, auf guten Straßen aber der Weg zieht sich, obwohl die Gegend durchaus nicht uninteressant ist.

Kurz vor dem Ziel dann eine kurze Pause und etwas später wurden die Jeeps wüstentauglich gemacht durch Luftablassen.

Der Herr auf dem Bild ist unser Fahrer, ein sehr sympathischer Mensch

Dann verließen wir die befestigte Straße und es ging langsam in die Wüste. Wunderschön und ein Mordsspaß mit einem guten Fahrer am Steuer. Schließlich wurde geparkt und man konnte sich die Umgebung in Ruhe ansehen. Die Fahrer laufen übrigens dort alle barfuß – sehr sinnvoll, das geht wirklich besser und ist zumindest auf dem Dünenkamm auch nicht so heiß wie befürchtet.

Hier leben auch Beduinen mit ihren Kamelen

Ali erklärt mir, daß die Menschen hier ihr Wasser per Tankwagen erhalten

Über weitere herrlich rutschige aufregende Dünenkämme führte der Weg nun zum Zelt einer Beduinenfamilie, wo wir eine Weile zu Gast waren. Die Fahrer kümmerten sich um die obligatorische Verteilung von Kaffee und Datteln, man konnte sich in der interessanten einfachen Unterkunft umschauen und auch ein paar kleine Souvenirs kaufen, die die Frauen anboten.

Im Beduinencamp

Unser Scout Mandy (eine ganz Liebe) mit der süßen kleinen Tochter der Familie, die alle sofort ins Herz schlossen

Viel zu schnell hatten wir wieder Asphalt unter den Rädern. Die Autos wurden wieder Straßentauglich gemacht und es ging zunächst zum kleinen Ort Al Muyadib (?), wo die Fahrer uns mit den Lunchpaketen mit arabischen Vorspeisen versorgten, bevor sie sich in die Moschee zurückzogen. Gegessen wurde unter freiem Himmel unter einen großen Baum. Danach ging es dann zurück in Richtung Muscat.

Luft auf die Reifen

Wieder in Muscat angekommen, fuhren uns die Fahrer nicht direkt zum Schiff zurück, es gab zunächst noch einen kleinen Abstecher in die eigentliche Stadt. Sollten wir die Tour noch einmal machen, werden wir uns auf jeden Fall entweder Muscat oder evtl. auch Nizwa anschauen, sofern so etwas angeboten wird.

Zurück am Hafen verabschiedeten wir uns von Ali und mit dem Ablegemanöver, dem Abendessen und einem netten Programm auf dem Pooldeck entdete ein wunderschöner Tag.

 

Reisebüdel Kapitel 3: Seetag

Um von Dubai nach Muscat im Oman zu kommen, muß das Schiff um die Halbinsel Musandam und durch die Straße von Hormus fahren. Das dauert, erst am nächsten Morgen würden wir in Muscat anlegen.

Der Tag begann per Handywecker (für einen Urlaub haben wir das Teil echt oft benutzt, sollte eine Kreuzfahrt etwa doch streßig sein??? ;-)). Grund: Für zehn Uhr war vor dem Ablegen die vorgeschriebene Rettungsübung angesagt, davor wollten wir fertig sein und gefrühstückt haben. Danach legte das Schiff dann ab und machte sich langsam auf dem Weg aus dem Hafen.

Die Costa brach noch vor uns auf

Dubai bleibt hinter uns zurück

Unsere Kabine befand sich auf Deck 5, mit nur einem kurzen Weg zu den Bugfahrstühlen und der Tür nach draußen. Nicht unbedingt der schönste Platz mit den Rettungsbooten über einem, aber wenn einem der Sinn nach Ruhe an frischer Luft war, war man hier genau richtig. An den Seetagen habe ich hier viel Zeit im Stuhl mit Strickzeug bzw. meinem eReader verbracht. Arne ist zwischendurch aber auch mal auf Entdeckertour gegangen.

Eine Dhau

Einer der zahlreichen Öltürme

Einer der täglichen Vorträge im Theatrium, Thema war sehr wahrscheinlich der Oman

Irgendwann wurde es frisch und so zogen wir zusammen los. Im Theatrium fand eine Probe für die abendliche Show statt, die wir uns angeschaut haben. Danach suchten wir uns etwas mühselig noch ein freies Plätzchen auf dem Sonnendeck (Deutsche und ihre Badetücher…). Irgendwann wurde es da auch zu kühl, also ging es runter zum Duschen und später Abendessen.

Den Abend verbrachten wir dann im Theatrium. Zunächst stellte sich der Kapitän mit seinen Offizieren vor, später gab es dann die Show, wo wir die Proben am Nachmittag beobachtet hatten und der Abend endete dort mit einen kleinen Konzert eines der Künstler, ich habe leider den Namen nicht notiert, ich glaube er hieß Christopher, der die alten Lieder vorstellte, die ihn geprägt haben. Sehr gute Sänger an Bord, aber leider war für meinen Geschmack die Musik entschieden oft zu laut. Vor allem bei der Show gabe es zwei Nummern, die hätten ohne die laute Musik absolutes Gänsehautpotential gehabt.

Ein Kapitän und seine Crew

Ein Komponist trifft seine Muse

Showfinale

Das Solokonzert

Arne zog es dann noch mal aufs Pooldeck, wo er eine Band entdeckte, die sehr gute Musik spielte.

Reisebüdel Kapitel 2: Einschiffung und Dubai

Die Ankunft in Dubai verlief zunächst nicht so freundlich… Nebel, Durchstarten, Neuanflug von der anderen Seite der Landebahn und es dauerte ewig, bis wir endlich am Terminal standen. Danach ein langer Fußmarsch zur Paßkontrolle (sehr unfreundlich) und zu den Koffern (Geduldsspiel).

Wir konnten gegen Aufpreis mit dem Shuttle direkt zum Schiff mitfahren und auch schon einchecken. Das dauerte etwas. Kurz auf die Kabine und schnell wieder raus zum Taxistand. Schließlich wartete der Burj Khalifa auf uns, wo wir Karten vorab gebucht hatten. Alles ging gut und nach einer ganzen Weile waren wir dann endlich auf 452m Höhe im 124 Stockwerk. Und es war zwar noch diesig aber auf keinen Fall nebelig mehr.

Ankunft im Flughafen – auf dem Weg zum Gepäckband

Der Nachbar am Anleger

Unsere Heimat für die nächste Woche

Auf dem Weg zum ersten Ziel

Der Burj Khalifa

Auch wenn es noch höher geht, der Blick ist grandios von da oben. Und nette Menschen haben wir auch getroffen. Einen Touristen der um eine Fotoassitenz bat (und uns auch fotografiert hat im Gegenzug) und einen der Sicherheitsleute, mit dem wir uns gut unterhalten haben und der auch etwas Deutsch von uns lernen wollte, um deutsche Gäste angemessen begrüßen zu können. Sollte es Euch also auch mal hoch verschlagen (es lohnt sich, aber unbedingt im Internet vorordern, sonst wird es teurer oder Ihr kommt spontan gar nicht rauf) und ein kräftig gebauter dunkelhäutiger Mann begrüßt Euch mit Willkommen oder Herzlich Willkommen – das ist er.

Beim Burj Khalifa gibt es auch die Dubai Mall, wie wir hörten die größte Mall der Welt. Recht edel, furchtbar groß, aber wir haben sie uns angeschaut. Es gibt auch Geschäfte für Normalsterbliche, es lohnt sich jedoch ein wenig die Preise zu kennen – Kosmetik zum Beispiel wäre dort teurer als hier daheim.

In der Dubai Mall

Diesen Teil des Aquariums kann man offen sehen, es aber auch richtig besuchen.

Einen Souk hat die Mall auch – schön gemacht

Nachdem es uns gelang den Supermarkt zu finden (die Ausschilderung ist ein wenig schwierig) und uns mit Getränken zu versorgen, stürmten wir den Malltaxistand und machten uns auf den Weg in die Altstadt.

Das Fort in der Altstadt, heute ein Museum

Eine Dhau vor dem Museum

Die große Moschee, laut Arne allerdings sehr unscheinbar

Im Textilsouk

Nun standen wir am Creek und wollten auf die andere Seite. Dafür kann man mit kleinen Booten fahren. Diese machen Rundtouren durch den Creek aber eben auch eine Passage auf die andere Seite für 1 AED, das sollte man vorsichtshalber deutlich sagen.

Auf der anderen Seite wartete dann der Gewürz- und der Goldsouk auf uns. Da der Freitag allerdings in den muslimischen Ländern vergleichbar mit unserem Sonntag ist, hatten da einige Läden geschlossen und es war nicht so viel los.

Mit diesen Bötchen (Abra) passiert man den Souk

Dhaus im Hafen

Wunderschöner Schmuck – leider oft viel zu aufwendig für den normalen Gebrauch

Im Gewürzsouk erstanden wir bei einem sehr netten Mann, der sehr gut deutsch sprach Weihrauch und Vanille. Der Versuch zu handeln brachte immerhin eine Dreingabe. Und am liebsten hätte ich den halben Laden leergekauft. In einem der Goldläden habe ich mir schlichten Goldcreolen gekauft. Gerne hätte ich was größeres gekauft, aber der Preis geht nach Gewicht und viele der aufwendigen Schmuckstücke sind einfach zu aufwendig, leider, auch wenn ich größe Ohrringe und Ringe mag.

Wir bummelten zurück zum Anleger, setzten noch einmal über, hielten uns dort noch ein Weilchen auf und suchten uns dann ein Taxi zurück zum Schiff. Wir waren einfach ein wenig k.o. nach dem Tag (es war da schon 17:00).

Wieder am Anleger

Wieder auf dem Schiff waren dann auch unsere Koffer da und wir konnten Duschen und uns umziehen. Zum ersten Mal ging es in die „Weite Welt“, eines der Restaurants auf der Diva. Wir saßen an einem Tisch mit einem Ehepaar, mit denen wir uns sofort gut verstanden. Bei Wein (zum Essen kostenlos) und gutem Essen kamen wir ins Gespräch und unterhielten uns bis sie dort die Bürgersteige hochklappten. Danach wollten wir eigentlich zusammen aufs Pooldeck, blieben allerdings folgend zwischendurch hängen (nettes Geplauder mit einem der Kellner der Bar auf dem Deck dazwischen) und haben uns verloren. Roswitha und Werner haben wir erst kurz vor Schluß wiedergetroffen, das ist wirklich das seltsame auf so einem Kreuzfahrschiff. Man kommt schnell in Kontakt, muß sich aber eigentlich fest verabreden, um das beizubehalten, für Zufälle sind diese Schiffe zu groß.

Auf dem Poodeck lernten wir dann die Aida Stars kennen (die machen da die Shows) und DJ Rudi.

Vor der Anytime-Bar

Die Aida-Stars

DJ Rudi bringt das Pooldeck zum Tanzen (wir haben allerdings nicht immer denselben Musikgeschmack)

Tagsüber liegen hier die Sonnenhungrigen, unter uns das Pooldeck

Langsam war es Zeit, den Trubel zu verlassen und ins Bett zu gehen. Den Schlaf hatten wir nötig, aber wir sind beide erstaunlich über den Tag gekommen.

Reisebüdel: Kreuzfahrt mit der AIDAdiva im Golf von Persien/Oman

Der Mann und ich waren wieder mal unterwegs. Diesmal war alles neu: Wir flogen ab Hamburg mit Emirates nach Dubai und stiegen dort auch noch auf ein Kreuzfahrschiff (die AIDAdiva) um uns eine Woche im Persischen Golf, bzw. auch etwas Golf von Oman zu bewegen.

Das Ganze hatte also jede Menge Potential in beide Richtungen und wir waren sehr gespannt auf die neuen Erfahrungen und Impressionen.

Wie immer haben wir viele Bilder mitgebracht, die ich Euch in zehn Kapiteln (diesen Beitrag mitgezählt) zeigen will.


Unsere Reise begann am Nachmittag des 05. Februars. Wir machten uns auf den Weg nach Hamburg. Unseren Flug hatten wir individuell gebucht, da über das Pauschalpaket nur ein Flug ab Düsseldorf, Frankfurt oder Berlin angeboten wurde – das wollten wir partout nicht. Natürlich waren wir viel zu früh und hatten auch vorab Online eingecheckt. So haben wir uns noch eine kleine Mahlzeit und einen Bummel durch die Shoppingmeile gegönnt.

Unser Flug hatte leider auch noch Verspätung. Das Warten zerrte etwas, auch wenn man schon die Crew beobachten konnte. Irgendwann konnten wir dann einsteigen und es wurde spannend. Es ist schon ein Unterschied, ob man im Touristenbomber oder mit einer großen Fluggesellschaft fliegt. Ok, die Sitze hätten besser sein können, aber auf jedem Platz wartete schon eine Decke, ein Kissen und ein Kopfhöhrer. Kurz nach dem Start wurden warme Tüchlein zum Erfrischen gereicht. Und die Menükarte des heutigen Flugs. Dazu ein grandioses Unterhaltungsprogramm mit allen Möglichkeiten: Filme (vor allem wenn man Englisch gucken kann), Radio mit vielen Optionen etc. Nach dem sehr guten Essen gelang es mir mit Chill-Out Musik dann trotzdem ein wenig zu schlafen.

Im Hamburger Flughafen

Im Flieger

Unterwegs-Büdel: Lissabon

Frohes Neues Jahr an alle meine Leser und möge es ein gutes Jahr für Euch werden!

Den Jahreswechsel haben wir dieses Mal in der Stadt am Tejo verbracht. Nach Lissabon wollten wir schon immer mal länger als nur einen Tag per Bus von der Algarve und mit günstigem Flug und Hotel bot sich das jetzt an. Das ganze paßte dann auch noch perfekt, weil die zweite Dezemberhälfte auf Grund persönlicher Dinge extrem stressig war – und schon im voraus gesagt schaffte dieser kurze Trip tatsächlich Entspannung und Erholung. Viele schöne Bilder haben wir gemacht und ich möchte Euch so einige davon zeigen.

Gestartet sind wir am 30. Dezember in Bremen. Über Lissabon gab es dann erst mal einen kleinen Rundflug zur Landung:

Im Hotel angekommen (Sete Colinas bei der Station Anjos, gut zu erreichen und nicht weit in die Stadt (und das Hotel ist besser als die Homepage!)) bekamen wir das Familienzimmer mit fünf Betten – wir hatten also massig Platz:

Aber natürlich hielt es uns nicht lange hier und wir machten uns schnell wieder auf den Weg in die Stadt – gucken, bummeln, Essen gehen – und Arne ist dann später noch das erste Mal Straßenbahn gefahren.

Die erste Nacht im Hotel verlief sehr ruhig und das Frühstücksbuffet ist wirklich ok und der Kaffee immerhin trinkbar (an Paris kommt eh keiner ran ;-)). Und so war dann schnell der Silvestertag angebrochen, der in Lissabon fast ein ganz normaler Tag ist. Früh waren wir auf den Beinen und unterwegs.

Per Metro ging es zur Enthaltestelle Cais do Sodre und dort nach kurzen Stop mit dem Zug nach Estoril und Cascais (Hin- und Rückfahrt für 4,80 EUR). Beides sind Orte, wo die Lissaboner gerne im Sommer hinfahren. Wir fuhren bis Estoril und waren ganz schnell an der wunderbaren Promenade, die dann in Cascais endet. Wer gerne joggt, ist hier ebenfalls genau richtig.

Cascais ist ein absolut zauberhafter Ort. Wir hatten dazu noch wunderbares Wetter, für uns Nordlichter fast schon ein Frühlingstag.  Wir bummelten durch die Einkaufszone, zum Platz wo es viele Lokale gibt und dann ans Meer. Arne marschierte dann noch mal alleine los, während ich es mir auf einer Bank mit meinem Strickzeug bequem machte, später gingen wir den Weg noch einmal gemeinsam. Irgendwann machten wir uns dann auf den Weg zurück und das fiel uns wirklich arg schwer. Den Weg zum Bahnhof zeigte uns eine sehr reizende Engländerin, die dort lebt und die wir ein Stück mit ihren beiden Hunden begleiteten.

Die nächsten beiden Fotos sind auch von A. Schmidt, da hat was nicht ganz geklappt.

Wieder in Lissabon angekommen, machten wir uns auf den Weg zum laut Reiseführer derzeit größten Shoppingcenter der Stadt (Centro Comercial Colombo). Das Teil erschlägt einen, aber ein bißchen was haben wir tatsächlich gefunden. Von einigen Ketten gibt es hier die größten Läden, die mir bisher über den Weg gehüpft sind.

Nach dem Shoppen ging es dann wieder in die Stadt und etwas mühselig (wo fuhr noch mal dieses Straßenbahn?) zur Gegend um den Torre de Belém. Das Hieronimus-Kloster, das Padrão dos Decombrimentos und der Torre im Abendlicht, sieht manchmal aus wie Kitsch pur, aber wir hatten einfach einen fantastischen Sonnenuntergang.

Nach einer langen Fahrt mit der Straßenbahn und einem kurzen Abendessen am Rossio war es erst mal gut – ab ins Hotel, ausruhen und Kraft sammeln. Der Tag war immerhin schon lang gewesen.

Aber noch war nicht Schluß. Um viertel vor elf machten wir uns wieder auf den Weg in die Stadt zur Praça do Comércio. Warten auf Mitternacht. Die Einheimschen auf dem Platz hatten noch ein wenig mehr Spaß, die Gruppe auf der Bühne spielte scheinbar bekannte und sehr beliebte Hits. Gute Musik. Um Mitternacht wurde es dann schlagartig irgendwie richtig voll. Das Feuerwerk wurde mit südländischer Begeisterung begrüßt. Arne hat es geschafft, 8 Minuten davon zu filmen. Das Feuerwerk war wirklich schön gemacht, auch wenn ich hier tatsächlich zum Beispiel zum Freimarkt noch etwas bessere auch in der Komposition gesehen habe.

Danach wurde es dann wirklich streßig. Scheinbar war um Mitternacht rum der Platz so richtig voll geworden und es war furchtbar schwer, den Platz zu verlassen. Für Leute mit Platzangst und Familien meiner Meinung nach definitiv nicht zu empfehlen. Wir schafften es zurück zur Metrostation und auch in einer Zug – wahrscheinlich wäre es besser gewesen, zu Fuß zu gehen, es wurde arg kuschlig. Aber wir schafften es heil auch wieder an unserer Station raus und in die Sicherheit der Straße, bzw. des Hotels. Ein schöner Tag ging so zuende.

Am Neujahrstag schliefen wir nur ein klein wenig länger. Wir hatten noch Zeit, bis wir zum Flughafen mußten und die wollten wir unbedingt nutzen. Und das wurde auch wieder mit einem wunderbaren Tag belohnt.

Wir begannen mit der Alfama und fuhren mit der 28 hinauf. Ziel war die Festung, die allerdings am Neujahrstag so früh nicht auf war. Trotzdem liefen wir ein wenig durch die Gassen drumherum und dann wieder runter zur Kathedrale.

Mit der Straßenbahn ging es auf die andere Seite der Stadt. Wir landeten im Viertel Bica und dort auf einen Miradouro. Tolle Aussicht, gute Musik aus dem Café, Sonne – wir waren eine ganze Weile dort.

Weiter dann zum Ascensor da Bica. Die Fahrt war in unserem Tagesticket enthalten. Nicht lange, aber sie hat Spaß gemacht. Danach bummelten wir hinüber ins Viertel Baixa – Praça Luis, Largo do Chiado und weiter zum Platz zu der beim Erdbeben zerstörten Kirche Igreja do Carmo und von dort mit dem berühmten Fahrstuhl (ebenfalls im Ticket drin) runter zur Rua Aurea.

Nun zog es uns noch mal zur Praça do Comércio und an den Tejo. Es war ein wunderbarer Tag, warm und sonnig und so verweilten wir dort so lange, bis es Zeit war, zur Metro zu gehen um unsere Koffer aus dem Hotel zu holen.

Im Hotel wurde noch mal ein bißchen umgepackt und einen Moment mit der netten Rezeptionistin geschwatzt. Dann zurück zur Metro und auf zum Flughafen.

Und da ging es dann um kurz vor sechs ab nach Hause. Ein wunderschöner Kurztrip war zu Ende.