Reisebüdel Kapitel 8: Biancas Tag in Bahrain

Mein Ausflug war der BAH17 – Arabische Kultur. Dafür ging es nach dem Treffen auf dem Schiff erst mal zum Empfangsgebäude (ebenfalls begleitet mit Musik und dem typischen Willkommens-Angebot in diesem Teil der Welt) und zu drei Bussen mit je einem Scout von der Aida und einem einheimischen Reiseführer.

Erstes Ziel war die alte Haupstadt Al-Muharraq. Nach Abu Dhabis Häuserschluchten des Vortages fand ich Bahrain wunderbar anzuschauen. Eine Mitreisende bemängelte zwar den Schmutz hier (die Emirate sind wirklich sehr sauber) aber ich fand es einfach erfrischend normal und belebt, menschlich. Der erste Halt führte zunächst zu einer typischen Bäckerei wo das typische Fladenbrot pur oder mit leckerem Käse gefüllt probiert werden konnte. Weiter ging es (leider nur) zu einer Außenbesichtigung des Sheik-Isa-Bin-Ali-Hauses (ich glaube das hätte sehr viel arabische Kultur geboten) und einiger weiterer schön renovierter Häuser (in Bahrain werden touristisch interessante Ziele übrigens teilweise ausgeschildert). Danach hatten wir einen Stop beim Souk dieser Stadt, wo besonders der Gewürzladen sehr gefragt war.

Die nächste Station war das Bahrain-Fort. Sehr spannend und interessant, auch die archäologischen Ausgrabungen rundum, die bei weitem noch nicht abgeschlossen sind (das Fort selber war nur dem Militär vorbehalten, drumherum hatte sich aber eine Ansiedlung gebildet). Leider hatten wir hier zu wenig Zeit, da hätte ich gerne noch viel mehr geschaut und fotografiert. Hier haben Arne und ich uns übrigens kurz getroffen.

Kunst vor dem Weg zum Fort

Ist das nicht genial? Ich liebe so etwas!

 

Weiter ging es dann für uns vorbei am Zentrum von Manama zum Nationalmuseum

Diese Bilder aus dem All zeigen sehr gut, wie sehr sich Bahrain inzwischen durch Landgewinnung verändert hat.

Letzte Station war dann das Dragon-Hotel. Dort wurde uns ein mehrgängiges Menue serviert, es gab eine Bauchtanz-Vorstellung und draußen könnte man Gewänder anprobieren oder Wasserpfeife rauchen. Das Essen, vor allem die Vorspeisen, waren absolut göttlich. Ich muß dringend auf Rezeptesuche gehen. Tabouleh, wie man uns sagte (Petersiliensalat), Humus, eine Art Frischkäse, ein typischer Salat und Kartoffeln in scharfer rötlicher Sauce, dazu Brot. Mehr hätten sie eigentlich nicht servieren müssen 😉

Etwas in Eile ging es zurück zum Schiff, wo wir dann bald ablegten.

Dieser Abend stand schon sehr im Zeichen des baldigen Abschiedes. Im Theatrium fand eine Veranstaltung mit Reiseinformationen statt, dort saßen wir auf einmal neben Roswitha und Werner (Ihr erinnert Euch, Abendessen am ersten Abend). Für den nächsten Tag in Dubai verabredeten wir uns am Ausgang.

Beim Abendessen wiedrum saßen wir zufällig mit am Tisch von Moni und Peter. Die waren mit mir an diesem Tag auf dem Ausflug gewesen, man erkannte sich wieder und kam ins Gespräch – am Ende wollten die beiden am Ausgang am nächsten Tag auch dazustoßen.

Auf dem Pooldeck wurde man am Abend zwar ordentlich durchgeweht (Steife Brise sozusagen, nur wärmer als an der Nordseeküste), der vordere Teil des Schiffes war sogar gesperrt, hier fand dann die Farewell-Party statt. Zunächst wurde Sekt ausgegeben, danach verabschiedete sich der Kapitän und danach präsentierten dann Alex und Konstantin (Entertainment und General Manager) zunächst witzige Fakten und Anekdötchen, bevor sich dann die Crew von den Passagieren verabschiedete, präsentiert durch Vertreter der verschiedenen Abteilungen.

Eine Sektpyramide der besonderen Art – Modell stand der Burj Khalifa

Eine Lasershow eröffnete den Farewell-Teil auf dem Pooldeck

Konstantin und Alexandra – wie immer nett, schlagfertig und gut drauf

Auf dem Pooldeck gab es dann noch einen Auftritt der Aida Stars, danach folgte dann DJ Rudi. Irgendwann flüchteten wir vor der Musik und landeten noch eine Weile in den Anytime-Bar, wo es ein wenig mehr nach Café del Mar klang – sehr passend für diesen warmen Abend.

Reisebüdel Kapitel 7: Im Bahrain, der Tag von Arne

Heute gibt es hier was ganz besonderes, ich konnte Arne überreden, den Text für seinen Tag in Bahrain selber zu schreiben. Wir hatten uns schon vorher überlegt, hier zwei verschiedene Ausflüge zu machen und getrennte Wege zu gehen.

Uns beiden gemein ist allerdings die überaus herzliche Begrüßung im Hafen: Es ertönten Dudelsackklänge und im Terminal wurde als Begrüßung Kaffee und Datteln angeboten. Man fühlte sich hier sofort als willkommener Gast.

Und jetzt überlasse ich die Tastatur meinem Freund…


„Kenn wa noch nich“, wie der Berliner so sagt, dachte ich mir, als ich über AIDA den Landausflug „BAH 09 – Das Beste aus Bahrain“) vorab im Internet für mich buchte. Beinhaltet dieser doch u.a. die Besichtigung des Bahrain Internatioal Circuits, der nationalen F1-Rennstrecke, die ich mir gerne mal anschauen wollte. Leider blieb es bei der Vorfreude, denn ein namhafter deutscher Sportwagenhersteller (fängt mit „P“ an und hört mit „orsche“ auf) hatte sich entschieden, dort kurzfristig Testfahrten durchzuführen. „Det gloob ich jetz mal nich“, wieder berlinerisch, war dann mein nächster Gedanke dazu…

Also entschied ich mich vor Ort, auf die „Große Bahrain-Tour“ umzubuchen, auch wenn diese ebenso den unvermeidlichen Besuch des Nationalmuseums einschloß. Dieser stellte sich dann im Nachhinein aber als recht sehenswert heraus, da dort viel über die Geschichte des kleinen Landes gezeigt wird.

Ebenso interessant waren die Fahrt über den King-Fahd-Causeway zur Grenze nach Saudi-Arabien (mit Stop direkt davor), der Besuch der Kamelfarm (gottseidank ohne spuckende Kamele) und des Forts.

In Deutschland ausgemusterte Busse sind hier scheinbar sehr beliebt

Der Besuch der „Großen Al-Fateh Moschee“ überzeugte durch die Freundlichkeit ihrer moslemischen Gästeführerin und die Offenheit, wie der Glaube in dem Gotteshaus praktiziert wird. Dies ist, wie wir ja gesehen haben, nicht überall so.

Gebetsnische für den Imam – heute nur noch Stilelement, da inzwischen Lautsprecher zur Verfügung stehen, die heutzutage für entsprechende Akustik sorgen.

 

In einem Handwerkszentrum wurde dannnach einer kurzen Besichtigung das Lunchpaket verzehrt. Anschließend gab es, weil wir nach Auffassung der Reiseleiterin Christina auf dem Ausflug stets pünktlich am Bus waren, als „Goodie“ noch einen Fotostop am WTC (World Trade Center) mit seiner bemerkenswerten Architektur, die von vielen Mitreisenden (auch von mir) begeistert bewundert wurde.


Im Hafen sind wir beide dann wieder zusammengetroffen. Das Schiff legte ab und wir verließen diesen gastlichen Staat.