Reisebüdel Kapitel 10: Time to say Goodby

Eine unruhige Nacht. So ab vier Uhr die Durchsagen vom Gang zu hören (alle, die das Pauschalpaket gebucht hatten, waren auf frühe Flüge gebucht, so auch die beiden Paare von gestern), bis 08:30 mußten auch wir unsere Kabinen verlassen. Unser Flug ging erst um drei Uhr und so frühstückten wir in Ruhe und dehnten den Aufenthalt auf dem Schiff auf Deck 5 dann halt bis 10:00 aus, bevor wir uns auf dem Weg zum Flughafen machten.

Ein supernetter Taxifahrer brachte uns dorthin. Am Flughafen selbst konnten wir problemlos einchecken. Und auch die Wartezeit ging erstaunlich gut vorbei. Irgendwann saßen wir dann in der Maschine und hoben ab Richtung Hamburg.

Der Rückflug verlief leider nicht so angenehm wie der Hinflug, allerdings waren wir so pünktlich in Hamburg und so schnell durch die Kontrolle und wieder mit den Koffern vereinigt, daß wir viel früher fertig waren als erwartet und am Ende sogar eine halbe Stunde früher daheim, als von mir als mögliche Verbindung rausgesucht. Dazu war es zwar kalt (aber durchaus zum Durchatmen nicht unangenehm) aber trocken, so daß das Heimkommen nicht ganz so schlimm war.

Unser Fazit: Nein, süchtig nach Kreuzfahrt sind wir nicht. Es ist schon eine eigene Welt und Reisen als unsere eigenen Reiseführer wie bisher ist auch toll. Aber es hat auch viel Spaß gemacht, für solche Ziele wie diese Orientfahrt macht es andere Weise auch durchaus Sinn. So überlegen wir tatsächlich, bei einem passenden Angebot uns noch einmal aufzumachen, evtl. sogar mit der neuen Prima nächstes Jahr dieselbe Strecke – es gibt schließlich noch einiges was wir nicht gesehen haben.

Und es hat Spaß gemacht, nette Menschen zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen – sei es auf dem Schiff (alleine weil man sich beim Essen eigentlich immer irgendwo dazusetzen muß, passiert das schnell) aber auch in den Ländern und Orten die wir besucht haben. Im Orient gibt es wirklich viele freundliche Menschen.

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Reisebüdel Kapitel 9: Ein weiterer Tag in Dubai

Unser letzter richtiger Tag dieser Reise brach an. Und es sollte mit der Beste werden. Auf Deck 3 (dort betritt und verläßt man das Schiff) trafen wir uns nun also mit den beiden anderen Paaren. Ein weiteres Paar war noch mit dabei, als allerdings klar war, daß das erste Ziel der Gewürz- und Goldsouk sein würde, haben die beiden sich entschlossen, andere Wege zu gehen. Wir kannten die Souks zwar auch schon, aber es machte uns nichts aus, noch mal drüberzugehen und auch etwas als Reiseführer zu fungieren.

Mit einem Shuttle fuhren wir also zunächst zu einer Shopping-Mall im Deira-Viertel. Es war heiß und der Weg zu den Souks doch recht weit von dort. Also kauften wir uns Tagestickets, um die Metro benutzen zu können. Das kostet nicht viel, man muß aber in de Züge sehr aufpassen – sie sind relativ voll und es gibt Bereiche, wo die Sitze Frauen vorbehalten sind.

Gemeinsam bummelten wir durch den Gold- und Gewürzsouk. Es wurde sich nach Goldschmuck erkundigt, Gewürze gekauft und etwas weiter erstand ich auch ein Tuch. Ziel war sozusagen der Anleger, um auf die andere Seite des Creek überzusetzen.

Auf der anderen Seite des Creek ging es noch in den Textil-Souk. Hier fand dann Moni alles was sie noch auf dem Zettel hatte mit Hilfe der ganzen Gruppe. Zufrieden mit den Einkäufen ging es zur Metro. Ziel war die Magnetbahn, die in der Nähe des Burj al-Arab auf die Palme fährt. Arne hätte gerne mal gebadet, Moni wollte etwas Sand einsammeln, aber leider war das nicht möglich. Dafür haben wir uns vor der Rückfahrt dann noch die Mall im Atlantik-Hotel angeschaut.

Das letzte Ziel des Tages waren die berühmten Wasserspiele des Burj Khalifa. Roswitha und Werner trennten sich vorher von uns, da sie diese schon vom ersten Abend kannten und lieber packen wollten. Zuvor bekamen wir allerdings noch Tips weitergereicht, wo wir uns am besten platzieren sollten.

Der Weg von der Metrostation zur Shopping Mall dauert ewig (man läuft sich hier echt einen Wolf), dann suchten wir den Ausgang zu den Wasserspielen. Endlich waren wir da und bekamen dann auch ein wunderschönes Schauspiel geboten.

Danach waren wir uns einig. Schauen, ob evtl. noch ein Shuttle fährt, ansonsten Taxi suchen. Bei ersterem konnten wir partout nicht den Abfahrort finden (diese Mall ist echt riesig), am Taxistand eine Riesenschlange – zum Glück gelang es uns, draußen ein freies Taxi zu erwischen, welches uns durch dichten Verkehr zurück zum Schiff brachte.

Wir verabredeten uns ein letztes Mal vor der „Weiten Welt“ um gemeinsam zu Abend zu Essen. Lange haben wir uns unterhalten, erst im Restaurant (auch am letzten Abend sind wir erst gegangen, als sie schon mit Abräumen begannen), später noch bei der Rezeption.

Danach war dringend (es war ein heißer Tag gewesen) Duschen und Kofferpacken angesagt. Arne machte dann noch einen letzten Rundgang bevor auch dieser Tag zu Ende war.

Die Idee, als kleine Gruppe loszuziehen war wirklich genial. Der Tag war zwar irre lang, aber einfach rundum schön.

Reisebüdel Kapitel 2: Einschiffung und Dubai

Die Ankunft in Dubai verlief zunächst nicht so freundlich… Nebel, Durchstarten, Neuanflug von der anderen Seite der Landebahn und es dauerte ewig, bis wir endlich am Terminal standen. Danach ein langer Fußmarsch zur Paßkontrolle (sehr unfreundlich) und zu den Koffern (Geduldsspiel).

Wir konnten gegen Aufpreis mit dem Shuttle direkt zum Schiff mitfahren und auch schon einchecken. Das dauerte etwas. Kurz auf die Kabine und schnell wieder raus zum Taxistand. Schließlich wartete der Burj Khalifa auf uns, wo wir Karten vorab gebucht hatten. Alles ging gut und nach einer ganzen Weile waren wir dann endlich auf 452m Höhe im 124 Stockwerk. Und es war zwar noch diesig aber auf keinen Fall nebelig mehr.

Ankunft im Flughafen – auf dem Weg zum Gepäckband

Der Nachbar am Anleger

Unsere Heimat für die nächste Woche

Auf dem Weg zum ersten Ziel

Der Burj Khalifa

Auch wenn es noch höher geht, der Blick ist grandios von da oben. Und nette Menschen haben wir auch getroffen. Einen Touristen der um eine Fotoassitenz bat (und uns auch fotografiert hat im Gegenzug) und einen der Sicherheitsleute, mit dem wir uns gut unterhalten haben und der auch etwas Deutsch von uns lernen wollte, um deutsche Gäste angemessen begrüßen zu können. Sollte es Euch also auch mal hoch verschlagen (es lohnt sich, aber unbedingt im Internet vorordern, sonst wird es teurer oder Ihr kommt spontan gar nicht rauf) und ein kräftig gebauter dunkelhäutiger Mann begrüßt Euch mit Willkommen oder Herzlich Willkommen – das ist er.

Beim Burj Khalifa gibt es auch die Dubai Mall, wie wir hörten die größte Mall der Welt. Recht edel, furchtbar groß, aber wir haben sie uns angeschaut. Es gibt auch Geschäfte für Normalsterbliche, es lohnt sich jedoch ein wenig die Preise zu kennen – Kosmetik zum Beispiel wäre dort teurer als hier daheim.

In der Dubai Mall

Diesen Teil des Aquariums kann man offen sehen, es aber auch richtig besuchen.

Einen Souk hat die Mall auch – schön gemacht

Nachdem es uns gelang den Supermarkt zu finden (die Ausschilderung ist ein wenig schwierig) und uns mit Getränken zu versorgen, stürmten wir den Malltaxistand und machten uns auf den Weg in die Altstadt.

Das Fort in der Altstadt, heute ein Museum

Eine Dhau vor dem Museum

Die große Moschee, laut Arne allerdings sehr unscheinbar

Im Textilsouk

Nun standen wir am Creek und wollten auf die andere Seite. Dafür kann man mit kleinen Booten fahren. Diese machen Rundtouren durch den Creek aber eben auch eine Passage auf die andere Seite für 1 AED, das sollte man vorsichtshalber deutlich sagen.

Auf der anderen Seite wartete dann der Gewürz- und der Goldsouk auf uns. Da der Freitag allerdings in den muslimischen Ländern vergleichbar mit unserem Sonntag ist, hatten da einige Läden geschlossen und es war nicht so viel los.

Mit diesen Bötchen (Abra) passiert man den Souk

Dhaus im Hafen

Wunderschöner Schmuck – leider oft viel zu aufwendig für den normalen Gebrauch

Im Gewürzsouk erstanden wir bei einem sehr netten Mann, der sehr gut deutsch sprach Weihrauch und Vanille. Der Versuch zu handeln brachte immerhin eine Dreingabe. Und am liebsten hätte ich den halben Laden leergekauft. In einem der Goldläden habe ich mir schlichten Goldcreolen gekauft. Gerne hätte ich was größeres gekauft, aber der Preis geht nach Gewicht und viele der aufwendigen Schmuckstücke sind einfach zu aufwendig, leider, auch wenn ich größe Ohrringe und Ringe mag.

Wir bummelten zurück zum Anleger, setzten noch einmal über, hielten uns dort noch ein Weilchen auf und suchten uns dann ein Taxi zurück zum Schiff. Wir waren einfach ein wenig k.o. nach dem Tag (es war da schon 17:00).

Wieder am Anleger

Wieder auf dem Schiff waren dann auch unsere Koffer da und wir konnten Duschen und uns umziehen. Zum ersten Mal ging es in die „Weite Welt“, eines der Restaurants auf der Diva. Wir saßen an einem Tisch mit einem Ehepaar, mit denen wir uns sofort gut verstanden. Bei Wein (zum Essen kostenlos) und gutem Essen kamen wir ins Gespräch und unterhielten uns bis sie dort die Bürgersteige hochklappten. Danach wollten wir eigentlich zusammen aufs Pooldeck, blieben allerdings folgend zwischendurch hängen (nettes Geplauder mit einem der Kellner der Bar auf dem Deck dazwischen) und haben uns verloren. Roswitha und Werner haben wir erst kurz vor Schluß wiedergetroffen, das ist wirklich das seltsame auf so einem Kreuzfahrschiff. Man kommt schnell in Kontakt, muß sich aber eigentlich fest verabreden, um das beizubehalten, für Zufälle sind diese Schiffe zu groß.

Auf dem Poodeck lernten wir dann die Aida Stars kennen (die machen da die Shows) und DJ Rudi.

Vor der Anytime-Bar

Die Aida-Stars

DJ Rudi bringt das Pooldeck zum Tanzen (wir haben allerdings nicht immer denselben Musikgeschmack)

Tagsüber liegen hier die Sonnenhungrigen, unter uns das Pooldeck

Langsam war es Zeit, den Trubel zu verlassen und ins Bett zu gehen. Den Schlaf hatten wir nötig, aber wir sind beide erstaunlich über den Tag gekommen.